DokumentationIntegrationen

proALPHA

anymize liest Datensätze aus der Read-API deines proALPHA-ERP, also genau die Bereiche, die eure Installation dafür freigegeben hat.

5 Min Lesezeit

Was du damit machen kannst

  • „Welche Datenbereiche gibt unser proALPHA über die Schnittstelle frei?“
  • „Zeig mir die ersten 20 Datensätze aus dem Endpunkt Artikel.“
  • „Was bedeuten die Feldnamen in diesem Endpunkt?“
  • „Lies den Datensatz mit dieser Kennung vollständig vor.“
  • „Fass zusammen, welche Felder der Endpunkt Kunden zurückgibt.“

Der Assistent geht dabei immer denselben Weg: erst die Bereiche auflisten, dann die Endpunkte darin, dann deren Version, dann die Beschreibung der Felder, und erst danach die Datensätze. Das klingt umständlich, ist aber der einzige ehrliche Weg, weil bei proALPHA jede Installation anders aussieht.

Warum weiß anymize nicht vorher, was in meinem ERP steht?

Weil proALPHA keine feste Liste von Schnittstellen mitliefert. Die Read-API ist ein Baukasten: Welche Endpunkte es gibt, entscheidet eure Installation. Ein Berater, ein Partner oder eure eigene IT legt sie unter Datenaustausch, Konfiguration REST-Endpunkte an. Zwei proALPHA-Kunden haben deshalb zwei verschiedene Schnittstellen.

Was überall gleich ist, ist der Aufbau der Read-API selbst, und der beschreibt sich glücklicherweise von allein. Deshalb fragt der Assistent zuerst euer System, was es überhaupt hergibt, statt Bereiche zu raten, die es bei euch vielleicht gar nicht gibt.

Kommt beim Verbinden eine leere Liste zurück, ist der Zugang meist richtig, aber es ist noch kein Lese-Endpunkt konfiguriert. Das ist dann der erste Punkt für eure IT und kein Problem mit den Zugangsdaten.

So legst du den M2M-Benutzer an

  1. 01Öffne in proALPHA die Benutzerverwaltung und leg einen eigenen M2M-Benutzer an. Ein normaler ERP-Login reicht nicht.
  2. 02Auf dem Reiter Freigabe hake ausschließlich REST-SERVICES an.
  3. 03Vergib ein starkes Kennwort und notier Benutzername und Kennwort an einem sicheren Ort.
  4. 04Stellt sicher, dass unter Datenaustausch, Konfiguration REST-Endpunkte mindestens ein Lese-Endpunkt existiert.

Die genauen Menübezeichnungen können je nach proALPHA-Version leicht abweichen. Wenn unsicher, frag eure IT oder den Partner, der die Read-API eingerichtet hat. Öffentliche Selbstbedienungs-Portale für API-Schlüssel gibt es bei proALPHA nicht.

Verbinden

  1. 01Öffne in anymize die Apps, dann Konnektoren, und wähl proALPHA.
  2. 02Trag die Adresse eurer Installation ein, zum Beispiel https://erp.deine-firma.de, dazu den M2M-Benutzer und sein Kennwort aus dem Abschnitt oben.
  3. 03Leg fest, welche Bereiche der Assistent nutzen darf: das Verzeichnis der Endpunkte und die Datensätze.

Läuft euer proALPHA im eigenen Haus, muss die Schnittstelle von außen erreichbar sein. Das ist eine Absprache mit eurer IT und kein Fehler im Konnektor. In der proALPHA-Cloud ist sie es in der Regel bereits.

Kann anymize einen Auftrag in proALPHA anlegen?

Nein. Hier zieht sogar der Hersteller selbst die Grenze: Die Read-API ist die lesende Hälfte des Baukastens, das Schreiben läuft über ganz andere Wege, die anymize nicht anspricht. Dazu kommt unsere eigene Regel, dass es keine schreibenden Werkzeuge gibt.

Der M2M-Benutzer sollte trotzdem nur die Freigabe REST-SERVICES tragen. Zwei Grenzen sind besser als eine.

Was in dieser Ausbaustufe fehlt

  • Filtern nach Feldinhalten geht noch nicht. proALPHA filtert über Parameter, die nach euren eigenen Feldern benannt sind, und die kennt niemand vorher. Der Assistent blättert stattdessen seitenweise.
  • Eine Seite umfasst höchstens 50 Datensätze. Das ist Absicht: Große Ausleitungen über die Schnittstelle spürt euer Anwendungsserver, das schreibt proALPHA selbst in die eigene Dokumentation.
  • Die Feldbeschreibung hilft beim Verstehen: proALPHA-Feldnamen sind oft abgekürzte deutsche Spaltennamen, und der Assistent kann sie in lesbare Bezeichnungen übersetzen.

Digitale Souveränität und Anonymisierung

proALPHA läuft auf eurer eigenen Installation, im Haus oder in der Cloud des Herstellers. anymize spricht ausschließlich mit der Adresse, die ihr eingetragen habt, und die Zugangsdaten liegen verschlüsselt in eurem Arbeitsbereich.

Was aus dem ERP kommt, sind Geschäftsdaten in Reinform. Kundennamen, Anschriften, Ansprechpartner, Kunden- und Lieferantennummern sowie Bankverbindungen werden durch Platzhalter ersetzt, bevor ein Datensatz an ein KI-Modell geht.