Performance Management und Feedback

PIP-Drafting personenbedingt mit KI (Leistung dauerhaft unzureichend, Negativprognose)

anymize pseudonymisiert MA-Name, FK, Vergleichs-Kollegen. KI strikte personenbedingte Terminologie — KEINE „Pflichtverletzung”, „Abmahnung”, „Vorwerfbarkeit”. Negativprognose-Anker, Erschöpfung milderer Mittel, BEM-Pflicht-Vorab-Check.

Schwierigkeit: Spezialist · Datenklasse: Beschäftigtendaten · Letztes Review:

Zur Orientierung gedacht. Die personalrechtliche Würdigung im Einzelfall bleibt selbstverständlich bei Ihnen — KI-Outputs sind vor jeder Verwendung zu prüfen. Mehr dazu am Ende.

01

Anwendungsbereich

Worum geht es hier?

KI im Performance Management und Feedback

Der personenbedingte Kündigungsgrund ist der arbeitsrechtlich schwierigste des KSchG § 1 Abs. 2: keine Vorwerfbarkeit, aber Negativprognose erforderlich. BAG-Linie verlangt: objektivierbare dauerhafte Leistungsunterschreitung ≥12 Monate, Negativprognose, Erschöpfung milderer Mittel, Interessenabwägung. Halluzinations-Risiko KI: US-Bias produziert „Pflichtverletzung”-Formulierungen — torpediert personenbedingten Charakter.

02

Für wen passt das?

Zielgruppe und Kontext

Rolle
HR-Business-Partner (Primärnutzer), Personalleiter (Eskalation), HR-Compliance. Sekundär: Führungskraft, interne Rechtsabteilung (Pflicht), BR-Vorsitz, BEM-Beauftragte, SBV.
Seniorität
Senior — personenbedingter Fall verlangt präzises Verständnis der KSchG-Trias und Abgrenzung zu krankheitsbedingten Kündigungen.
Unternehmensgröße
Konzerne und großer Mittelstand mit eigener Arbeitsrechts-Funktion. Besonders relevant für DE-Töchter US-Konzerne (Verwechslung „low performer” mit verhaltensbedingt).
Spezifische Kontexte
Dauerhafte Leistungsunterschreitung (≥1/3 unter Team-Durchschnitt über ≥12 Monate) bei erkennbar nicht steuerbarer Defizit-Ursache: nachlassende kognitive Geschwindigkeit, fehlende Eignung trotz Schulung, technologischer Wandel ohne Reskilling-Erfolg. Ausgeschlossen: akute Erkrankung (→ krankheitsbedingt, § 167 SGB IX), Konflikt, Stellenabbau.
03

Die Situation in der Personalabteilung

So bringen Sie Tempo und Sorgfalt zusammen

Der personenbedingte Kündigungsgrund verlangt Negativprognose: das Gericht muss überzeugt werden, dass auch in Zukunft die Leistung nicht den vertraglich geschuldeten Mindeststandard erreichen wird, obwohl keine Vorwerfbarkeit besteht. BAG-Linie verlangt: (1) Objektivierbare, dauerhafte Leistungsunterschreitung (≥1/3 unter Vergleichsgruppe über ≥12 Monate), (2) Negativprognose, (3) Erschöpfung milderer Mittel (Umorganisation, leidensgerechter Arbeitsplatz, Versetzung), (4) Interessenabwägung. Wird schlampig formuliert oder mit verhaltensbedingten Elementen vermengt („Pflichtverletzung”, „Abmahnung”), kippt der PIP im Kündigungsschutzprozess. Zusätzlich kritisch: medizinische Abklärung muss erfolgt sein, sonst rutscht der Fall in den krankheitsbedingten Kanon (§ 167 SGB IX BEM-Pflicht). LLM neigt zu „Vorwerfbarkeits”-Formulierungen (US-Bias) — das torpediert den personenbedingten Charakter.

04

Was Sie davon haben

Zeit, Wert, Vertraulichkeit

Zeit pro PIP-Entwurf

1–3 h

Größenordnung; selten (1–5 Fälle pro 1.000 MA p.a.).

Risiko-Hebel

40–120 kEUR

Verlorene personenbedingte Kündigungsschutzklage = 8–18 Monatsgehälter Abfindung + Annahmeverzugslohn.

Terminologie-Disziplin

Pflicht

Strikte personenbedingte Sprache: „Leistungsunterschreitung”, „Eignungsdefizit”, „Verbesserungs-Erwartung” — KEINE verhaltensbedingten Begriffe.

Anymize-Klasse

A kritisch

Personenbedingter PIP enthält sensibelste Beschäftigten- und Vergleichsdaten.

05

So gehen Sie vor

Der Workflow Schritt für Schritt

1

Vorab-Triage: Liegt verhaltens-, personen-, krankheits- oder betriebsbedingter Fall vor? Bei Indizien für Krankheit (häufige AU, Burn-out-Verdacht, BEM-Trigger) — STOP, BEM-Workflow (§ 167 SGB IX).

Mensch (HR-BP + interne Rechtsabteilung)

Falsche Kanon-Wahl = KSchG-Crash

2

Sammlung der Leistungs-Belege: objektiv messbare Defizite über ≥12 Monate; Vergleichsgruppe; bisherige Schulungs-/Versetzungs-Versuche.

Mensch

Negativprognose verlangt dauerhaft und objektivierbar

3

Pflicht-Plausibilitäts-Check: Wurde medizinische Ursache ärztlich ausgeschlossen? Wurde leidensgerechter Arbeitsplatz geprüft? Liegt Schwerbehinderung vor (SBV-Beteiligung, SGB IX)? Schwangerschaft? BR-Mandat (§ 103 BetrVG)?

Mensch

Mildere-Mittel-Erschöpfungs-Pflicht

4

Pseudonymisierung: [[MA-…]], [[FK-…]], [[Kollege-…]], [[Abt-…]]; medizinische Bezüge → [[Sensitiv-Med-…]]. Datumsangaben bleiben (Beweisbarkeit).

Mensch + anymize

§ 26 BDSG · DSGVO Art. 9 · Art. 28

5

KI-Erstentwurf personenbedingter PIP: strikte personenbedingte Terminologie, KEINE verhaltensbedingten Begriffe.

KI

Strukturierung gegen KSchG-personenbedingte Anforderungen

6

Halluzinations-Audit + Terminologie-Audit: jeder Begriff „Pflichtverletzung/Versäumnis/Disziplinverletzung/Abmahnung” muss raus; jede Defizit-Aussage gegen Quelle.

Mensch

KSchG-Wirksamkeit hängt am Kanon

7

Rück-Substitution. Arbeitsrechts-Check durch interne Rechtsabteilung (Pflicht): Negativprognose-Tragfähigkeit, Erschöpfung milderer Mittel dokumentiert, keine Vermengung.

Mensch + anymize

BAG-Linie personenbedingt

8

BR-/SBV-Beteiligung: § 90 BetrVG (Information neue Technik), bei Schwerbehinderung SBV-Pflicht-Beteiligung.

Mensch

BetrVG · SGB IX

9

Übergabe im strukturierten Gespräch (FK + HR-BP + ggf. SBV); Aushändigung, Stellungnahme-Möglichkeit; Archivierung; Review-Termine.

Mensch + System

Mitwirkungsraum; KSchG-Audit-Trail

06

Womit Sie arbeiten

So setzen Sie anymize konkret ein

Was anymize tut

  • Pseudonymisiert MA-Name, FK, Vergleichs-Kollegen; medizinische Bezüge separat als [[Sensitiv-Med-…]].
  • Datumsangaben und Kennzahlen bleiben für Beweisbarkeit.
  • Personenbedingt-Modus erkennt medizinische Termini und fragt aktiv nach Krankheits-Abgrenzung.
  • Daten in deutschen Rechenzentren (Hetzner); AVV nach Art. 28 DSGVO.

Was Sie als HR-BP / interne Rechtsabteilung tun

  • Vorab-Triage: Krankheits-Ursache ärztlich ausschließen vor PIP-Start (sonst BEM-Workflow).
  • Mildere-Mittel-Erschöpfungs-Dokumentation: Schulungen, Versetzung, technische Hilfsmittel mit Datum.
  • Terminologie-Audit: jeder Begriff „Pflichtverletzung/Abmahnung” muss raus.
  • Bei Alter ≥50: zwingend AGG-Vorab-Check.

Daten-Input

Konkrete Leistungs-Belege (Datum, Output-Volumen, Vergleichswert ≥12 Monate), bisherige Schulungs-/Versetzungs-Versuche mit Datum/Ergebnis, ärztliche Vor-Abklärung-Bestätigung (medizinische Ursache ausgeschlossen), Stellenbeschreibung. KEINE medizinischen Details (separate Akte).

Output-Kontrolle

Pseudonymisierter Input geht an die KI. Re-identifizierter personenbedingter PIP mit Anlass, Leistungs-Defizit mit Vergleichsbasis, mildere Mittel mit Datum/Ergebnis, SMART-Verbesserungs-Erwartungen (NICHT „Ziele”), Meilensteine 30/60/90 Tage, substanzielle Unterstützungs-Angebote, Negativprognose-Indikatoren, Konsequenzen-Klausel OHNE Automatik-Kündigung, AGG-Selbst-Check.

Freigabeprozess

HR-BP → interne Rechtsabteilung (Pflicht bei personenbedingt) → BR-Konsultation → ggf. SBV bei Schwerbehinderung → Übergabe.

07

Die KI-Anweisung

Prompt zum Kopieren

So nutzen Sie diesen Prompt:

1. Vorab-Triage: medizinische Ursache ärztlich ausgeschlossen? Sonst BEM-Workflow.

2. Leistungs-Belege ≥12 Monate + mildere Mittel + ärztliche Bestätigung in anymize einfügen.

3. Thinking-Modus, KI-Aufruf starten.

4. Terminologie-Audit: jeder „Pflichtverletzung”-Begriff muss raus.

5. Interne Rechtsabteilung-Sign-off Pflicht; BR-/SBV-Beteiligung; Übergabe.

Empfohlener Reasoning-Modus: Thinking — Terminologie-Disziplin und Negativprognose-Strukturierung verlangen mehrstufiges Abwägen.
# Context (C)
Rechtsstand: <heutiges Datum>. Du unterstützt einen HR-Business-Partner bei
der Strukturierung eines **personenbedingten** Performance Improvement Plans
nach KSchG § 1 Abs. 2 BAG-Linie. Input ist pseudonymisiert. Datumsangaben
sind erhalten. Medizinische Indikatoren sind ausdrücklich aus dem Input
ausgeschlossen (DSGVO Art. 9).

**Striktes Gebot 1 — Terminologie**: Du verwendest **NIEMALS** verhaltens-
bedingte Begriffe (`Pflichtverletzung`, `Versäumnis`, `Disziplinverletzung`,
`Abmahnung`, `Vorwerfbarkeit`). Personenbedingte Sprache:
`Leistungsunterschreitung`, `Eignungsdefizit`, `Verbesserungs-Erwartung`,
`Negativprognose-Indikator`.

**Striktes Gebot 2 — Quellen**: Jede Defizit-Aussage hat eine Quellen-Stelle.
Fehlt sie, markiere mit `[[FEHLT IN QUELLE: konkrete Frage]]`.

**Striktes Gebot 3 — Krankheits-Abgrenzung**: Wenn der Input Indizien für
eine medizinische Ursache enthält, **stoppe** und markiere
`[[STOPP: BEM-Workflow prüfen, krankheitsbedingt nicht personenbedingt]]`.

# Role (R)
Du agierst als arbeitsrechtskundige HR-Drafting-Assistenz mit Kenntnis der
BAG-Linie zu personenbedingten Kündigungen (low performer): KSchG § 1
Abs. 2, Negativprognose-Anforderungen, Erschöpfungs-Pflicht milderer Mittel.

# Action (A)
1. Strukturiere den PIP in 8 Sektionen: (1) Anlass und Berichtszeitraum
   (≥12 Monate); (2) Leistungs-Defizit-Beschreibung mit Quellen-Verweis und
   Vergleichsbasis; (3) Bisherige mildere Mittel mit Datum und Ergebnis;
   (4) Verbesserungs-Erwartungen (NICHT „Ziele”); (5) Meilensteine
   (30/60/90 Tage); (6) Unterstützungsangebote (konkret); (7) Review-Frequenz;
   (8) Konsequenzen-Klausel ohne Automatik-Kündigung, mit Negativprognose-
   Sprache.
2. In Sektion 2: Vergleichsbasis dokumentieren.
3. In Sektion 3: jede mildere Maßnahme mit Datum, Inhalt, Ergebnis. Wenn
   fehlt → `[[FEHLT IN QUELLE]]`.
4. In Sektion 4: jede Verbesserungs-Erwartung SMART. Vermeide jeden
   vorwerfbaren Ton.
5. In Sektion 8: NIEMALS „bei Nicht-Erreichung erfolgt Kündigung”. Erlaubt:
   „Bei nicht erreichter Verbesserung wird die Frage einer dauerhaften
   Eignungsunterschreitung erneut bewertet und im Rahmen des KSchG geprüft.”
6. Sektion „Arbeitsrechtlicher Selbst-Check (personenbedingt)” mit 10 Items.
7. Sektion „Krankheits-/AGG-/BR-Vorab-Check” mit 6 Items.

# Format (F)
- Sections 1–8 als Markdown H2.
- Sektion 2 als Tabelle | Datum | Defizit-Indikator | Vergleichswert |
  Unterschreitung % | Quellen-Stelle |.
- Sektion 3 als Tabelle | Datum | Maßnahme | Ergebnis | Quellen-Stelle |.
- Selbst-Check als Checkliste mit 10 Items.

# Target Audience (T)
Output wird vom HR-BP gelesen, mit interner Rechtsabteilung qualitäts-
gesichert und nach interner Freigabe + BR-Beteiligung der Person übergeben.
Tonalität: sachlich, präzise, **nicht-wertend**, fair. Keine Charakter-
Zuschreibungen.
08

So sieht der Input aus

Pseudonymisierter Eingabetext

Original-Input nach Pseudonymisierung. Datumsangaben und Kennzahlen bleiben; medizinische Vor-Abklärung als Bestätigung enthalten (Indikatoren in separater Akte).
Personenbedingter PIP-Vorbereitungs-Notizen [[MA-r4t9]] (54 J., m), Sachbearbeiter Operations
Abteilung [[Abt-x1y2]] | Führungskraft: [[FK-q8w7]]
Stichtag: 2026-05-12

Quantitative Leistungs-Belege (15 Monate):
- [[MA-r4t9]]: Ø 38 Vorgänge/Tag
- Team-Median [[Abt-x1y2]] (n=12): Ø 64 Vorgänge/Tag
- Unterschreitung: 41 %
- Fehlerquote: 8,2 % vs. Team 2,1 %

Bisherige mildere Mittel:
- 2024-Q3: Schulung „Operations-Workflows Refresher” (4 Tage) — Output unverändert.
- 2025-Q1: Einzelcoaching durch [[Kollege-1-r4t9]] (8 Sessions) — Verbesserung gering.
- 2025-Q3: Versetzung in einfacheres Sub-Team geprüft, keine offene Stelle.
- 2025-Q4: Technische Hilfsmittel (ergonomische Anpassung) umgesetzt — keine Veränderung.

Medizinische Vor-Abklärung (separat dokumentiert):
- Betriebsärztliche Untersuchung 2025-11-20: keine arbeitsmedizinisch relevante Einschränkung; kein BEM-Trigger.
- Kein Schwerbehindertenstatus; kein BR-Mandat.

Kontext:
- [[MA-r4t9]] seit 28 Jahren im Unternehmen, in der Sachbearbeitung seit Umstrukturierung 2022.
- Vorher in [[Abt-yz98]] (Lager) mit guten Leistungen — Umstellung auf Bildschirm-/CRM-Tätigkeit.
09

So liefert anymize zurück

Der KI-Entwurf

KI-Output mit strikter personenbedingter Terminologie (keine „Pflichtverletzung”), Negativprognose-Sprache und 10-Item-Selbst-Check.
## 1. Anlass und Berichtszeitraum
Performance Improvement Plan für [[MA-r4t9]] — Berichtszeitraum 2025-01-01
bis 2026-03-31 (15 Monate dokumentierte Leistungs-Beobachtung). PIP-Laufzeit
2026-05-20 bis 2026-08-20 (90 Tage). **Anlass**: dauerhaft unzureichende
Leistung im Vergleich zur Team-Vergleichsgruppe; bisherige mildere Mittel
haben keine nachhaltige Verbesserung bewirkt.

## 2. Leistungs-Defizit-Beschreibung mit Vergleichsbasis
| Datum | Defizit-Indikator | Vergleichswert | Unterschreitung | Quellen-Stelle |
|---|---|---|---|---|
| 2025-Q1 bis 2026-Q1 | Output-Volumen 38 Vorgänge/Tag | Team-Median 64 (n=12) | -41 % | Notiz Z. 7–11 |
| 2025-Q1 bis 2026-Q1 | Fehlerquote 8,2 % | Team-Median 2,1 % | +6,1 PP | Notiz Z. 12–14 |

## 3. Bisherige mildere Mittel
| Datum | Maßnahme | Ergebnis | Quellen-Stelle |
|---|---|---|---|
| 2024-Q3 | Schulung „Operations-Workflows Refresher” (4 Tage) | Output unverändert | Notiz Z. 20–22 |
| 2025-Q1 | Einzelcoaching (8×60 Min) | Verbesserung gering, nicht nachhaltig | Notiz Z. 23–25 |
| 2025-Q3 | Versetzungs-Prüfung Sub-Team | Keine offene Stelle | Notiz Z. 26–28 |
| 2025-Q4 | Ergonomische/technische Hilfsmittel | Keine signifikante Veränderung | Notiz Z. 29–31 |
| 2025-11-20 | Betriebsärztliche Untersuchung | Keine arbeitsmedizinisch relevante Einschränkung; kein BEM-Trigger | Notiz Z. 34–36 |

## 4. Verbesserungs-Erwartungen (Mindeststandards)

**Erwartung 1 — Output-Volumen Sub-Standard**
- Spezifisch: mindestens 50 Vorgänge/Tag im PIP-Zeitraum (78 % Team-Median).
- Messbar: Tages-Output aus CRM-Audit.
- Erreichbar: aktuelle 38 + Coaching → +30 %.
- Terminiert: Messung an Meilensteinen 30/60/90 Tage.

**Erwartung 2 — Fehlerquote Reduktion**
- Spezifisch: ≤4 % (doppelt Team-Median als Toleranz).
- Messbar: QS-Audit monatlich.
- Erreichbar: durch CRM-Coaching + Vier-Augen-Prüfung.

## 5. Meilensteine
| Meilenstein | Termin | Erwartung |
|---|---|---|
| 30 Tage | 2026-06-19 | Erwartungen 1–3 mind. 80 % erreicht |
| 60 Tage | 2026-07-19 | Erwartungen 1–3 stabil ≥90 % |
| 90 Tage (Final) | 2026-08-19 | Erwartungen 1–3 vollständig erreicht |

## 6. Unterstützungsangebote
- Spezialisiertes CRM-Coaching: 2× monatlich 90 Min über 90 Tage.
- Vier-Augen-Prüfung kritischer Vorgangs-Typen in den ersten 30 Tagen.
- Wöchentliches 1:1 mit [[FK-q8w7]] (30 Min, Montags).
- Konzern-Stellenpool-Screening für einfachere Sub-Rollen.
- Erneute betriebsärztliche Re-Evaluation bei Meilenstein 60 Tage.

## 7. Review-Frequenz
| Termin | Beteiligte | Output |
|---|---|---|
| Wöchentlich | [[MA-r4t9]] + [[FK-q8w7]] | Kurzes Protokoll |
| 30 Tage | + HR-BP | Schriftliche Meilenstein-Bewertung |
| 60 Tage | + betriebsärztliche Re-Evaluation | Schriftliche Bewertung + ärztliche Stellungnahme |
| 90 Tage | + HR-Leitung + ggf. Rechtsabteilung | Final-Bewertung; Eignungs-Prognose |

## 8. Konsequenzen-Klausel
Bei nicht erreichten Verbesserungs-Erwartungen zum 90-Tage-Final-Review
wird die Frage einer dauerhaften Eignungsunterschreitung erneut bewertet.
Eine **automatische Kündigung** ist mit diesem PIP **nicht** verbunden.
Sollte sich die Negativprognose erhärten, erfolgt eine Einzelfallprüfung
im Rahmen des KSchG unter Beteiligung der zuständigen Stellen (interne
Rechtsabteilung, BR-Anhörung nach § 102 BetrVG).

[[MA-r4t9]] hat das Recht auf schriftliche Stellungnahme innerhalb von 14
Tagen.

---

## Arbeitsrechtlicher Selbst-Check (personenbedingt)
- [x] Dauerhafte Leistungsunterschreitung (15 Monate) dokumentiert
- [x] Vergleichsbasis (Team-Median n=12) dokumentiert
- [x] Krankheitsbedingte Ursache ärztlich ausgeschlossen (2025-11-20)
- [x] BEM-Pflicht geprüft (kein 6-Wochen-AU-Trigger)
- [x] Schulungs-/Versetzungs-/Coaching-Versuche dokumentiert
- [x] Leidensgerechter Arbeitsplatz geprüft
- [x] Keine verhaltensbedingte Sprache verwendet
- [x] Negativprognose-Indikatoren dokumentiert
- [ ] AGG-Vorab-Check Alter (54 J.) — interne Rechtsabteilung
- [x] Konsequenzen-Klausel ohne Automatik-Kündigung

## Krankheits-/AGG-/BR-Vorab-Check
- [x] Krankheits-Ursache ärztlich ausgeschlossen
- [ ] AGG-Altersbias-Vorab-Check (HR-BP-Sign-off, BAG 8 AZR 74/25)
- [x] Schwerbehinderung: nein
- [x] BR-Mandat: nein
- [ ] BR-Information § 90 BetrVG zum KI-Tool-Einsatz
- [ ] Interne Rechtsabteilung-Sign-off vor PIP-Übergabe
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Was das HR-Recht verlangt

Pflichten — und wie anymize sie abdeckt

PF-1: Falscher Kanon — Verhaltens-Vermengung

LLM produziert „Versäumnis”, „Pflichtverletzung” — torpediert personenbedingten Charakter. Mitigation: strikte Terminologie-Vorgabe + Audit Schritt 6.

PF-2: Krankheits-Vermengung — falscher Kanon

Wenn Defizit-Grund medizinisch ist, gehört Fall in krankheitsbedingten Kanon (BEM, § 167 SGB IX). Mitigation: ärztliche Vor-Abklärung als Pflicht-Voraussetzung.

PF-3: KSchG § 1 Abs. 2 — Negativprognose (SRC-0219)

Dokumentation < 12 Monate reicht nicht. Mitigation: ≥12 Monate dokumentieren.

PF-4: Erschöpfung milderer Mittel nicht dokumentiert

BAG-Linie: jedes mildere Mittel (Schulung, Versetzung, Anpassung) muss geprüft und dokumentiert sein. Sektion 3 als Pflicht-Audit.

PF-5: AGG-Altersbias (SRC-0217, 0256)

Ältere MA überproportional als „low performer” eingestuft (BAG 8 AZR 74/25: 120 kEUR). Bei Alter ≥50 zwingend AGG-Vorab-Check.

PF-6: BetrVG § 87 + § 94

KI-Tool für PIP-Erstellung = technische Überwachung + Beurteilungsgrundsatz → doppelte Mitbestimmung.

PF-7: § 102 BetrVG bei späterer Kündigung

PIP wird Teil späterer BR-Anhörung — Qualitätsmängel schwächen Anhörung.

PF-8: DSGVO Art. 9 — Krankheits-Daten im PIP

Medizinische Indikatoren gehören in separate Akte (Betriebsarzt), nicht in PIP.

11

Datenschutz und Vertraulichkeit

So funktioniert das mit anymize

Personenbedingter PIP enthält MA-Name, FK-Name, Vergleichs-Kollegen = Klasse A. Medizinische Indikatoren = DSGVO Art. 9 — separate Akte beim Betriebsarzt, NICHT im PIP. AVV nach Art. 28 DSGVO. DPIA nach Art. 35 DSGVO Pflicht (EU AI Act Hochrisiko Annex III). Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 lit. b/f DSGVO + § 26 BDSG.

Was anymize konkret leistet

  • Pseudonymisierung MA, FK, Vergleichs-Kollegen.
  • Personenbedingt-Modus: erkennt medizinische Termini und fragt aktiv nach Krankheits-Abgrenzung.
  • Datumsangaben und Kennzahlen bleiben für Beweisbarkeit.
  • Performance-Suite-integrierter PIP-Editor als Alternative: Leapsome AI Copilot, SuccessFactors Joule, Lattice — mit BV.
  • On-Premises-LLM im DE-RZ für höchstsensible Fälle.
  • Externe Arbeitsrechts-Kanzlei für Schutzgruppen-Fälle (Schwerbehinderung, Schwangerschaft, ältere MA mit AGG-Risiko).
  • Hybrid: KI-Vorlage + Kanzlei-Review.
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Sicherheitscheck vor der Veröffentlichung

Was anymize liefert — was Sie souverän entscheiden

Vor LLM-Transfer

  • Vorab-Triage: Krankheits-Ursache ärztlich ausgeschlossen? Sonst BEM-Workflow.
  • Leistungs-Belege ≥12 Monate; Vergleichsbasis Team-Median dokumentiert.
  • Mildere Mittel mit Datum/Ergebnis: Schulung, Versetzung, leidensgerechter Arbeitsplatz geprüft.
  • Bei Alter ≥50: AGG-Vorab-Check.

Nach KI-Drafting

  • Terminologie-Audit: KEINE verhaltensbedingten Begriffe („Pflichtverletzung”, „Abmahnung”, „Vorwerfbarkeit”).
  • Halluzinations-Audit: jede Defizit-Aussage gegen Quelle.
  • Negativprognose-Indikatoren plausibel?
  • Konsequenzen-Klausel ohne Automatik-Kündigung.

Vor Übergabe

  • Interne Rechtsabteilung-Sign-off Pflicht (personenbedingt).
  • BR-Information § 90 BetrVG zum KI-Tool.
  • Bei Schwerbehinderung: SBV-Beteiligung.
  • Quartals-Sample-Audit durch Innenrevision/DSB (100 % der personenbedingten PIPs).

Typische Fehlermuster — und wie anymize gegensteuert

  • Vermengung mit verhaltensbedingten Begriffen — Terminologie-Audit erkennt das.
  • Unzureichende Vergleichsbasis-Dokumentation — < 12 Monate oder fehlende Team-Median.
  • Fehlende ärztliche Vor-Abklärung — falscher Kanon-Crash.
  • „Ziele” statt „Erwartungen” (impliziert Vorwerfbarkeit).
  • AGG-Altersbias bei älteren MA — Pflicht-Vorab-Check ab Alter ≥50.
13

Rechtsgrundlagen

Normen, Urteile, Belege

Primärnormen — Arbeitsrecht und Datenschutz

  • Personenbedingte Kündigung + Negativprognose (SRC-0219)
  • BR-Anhörung Kündigung (SRC-0226)
  • Mitbestimmung (SRC-0211)
  • Beurteilungsgrundsätze (SRC-0227)
  • Diskriminierungsverbot (SRC-0229)
  • Microsoft-365-Präzedenz (SRC-0257)
  • ChatGPT-Privat-Account (SRC-0259)
  • Beschäftigtendaten (SRC-0215)
  • Gesundheitsdaten (SRC-0241)
  • Menschliche Letztentscheidung (SRC-0240)
  • DPIA (SRC-0243)
  • Diskriminierungs-Schutz (SRC-0217)
  • Algorithmische Diskriminierung 120 kEUR (SRC-0256)
  • DSGVO-Praxis (SRC-0246)

Sekundär

  • Schriftliche KI-Begründungspflicht (STD-0053)
  • BV-KI-Datenbank (STD-0054)

Stand: · Nächste Überprüfung:

Hinweis zur Nutzung

Zur Orientierung — nicht als Ersatz für die HR-Letztverantwortung

Diese Anleitung beschreibt einen Arbeitsablauf, den Sie mit anymize umsetzen können. Sie ist zur Orientierung gedacht und ersetzt weder die personalrechtliche Würdigung im Einzelfall noch eine arbeits- oder mitbestimmungsrechtliche Prüfung. Welche Rechtsprechung einschlägig ist, wie der Sachverhalt arbeitsrechtlich zu bewerten ist, welche Entscheidungen in Ihrem konkreten Fall richtig sind — das bleibt selbstverständlich bei Ihnen und Ihrer HR-Letztverantwortung.

KI-Outputs müssen vor jeder Verwendung HR-fachlich geprüft werden. Insbesondere personenbezogene Entscheidungen (Einstellung, Beförderung, Kündigung) dürfen nicht allein auf KI-Empfehlungen gestützt werden (DSGVO Art. 22, EU AI Act Art. 26). anymize gewährleistet die Vertraulichkeit der Beschäftigtendaten gegenüber dem KI-Anbieter; die fachliche Richtigkeit und die rechtliche Verantwortung liegen in Ihrer Hand.

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