Compensation, Benefits und Equal Pay

BEM-Gesprächs-Vorbereitung nach § 167 Abs. 2 SGB IX KI-gestützt

BEM-Vorbereitung mit chronologischer AU-Historie, datenschutz-konformer Einladungsvorlage (Freiwilligkeit, BR/SBV/DSB-Beteiligung, getrennte Akte), Gesprächsleitfaden nach § 167-Trias (Überwindung AU, Vorbeugen, Erhalt Arbeitsplatz) und Maßnahmen-Checkliste (Hamburger Modell § 74 SGB V). anymize pseudonymisiert MA-Name, Geburtsdatum, KK-Nummer und ICD-10-Diagnose-Bezüge (DSGVO Art. 9, höchste Schutzklasse) vor JEDEM LLM-Transfer. BAG 2 AZR 245/22: ohne ordnungsgemäßes BEM ist krankheitsbedingte Kündigung kaum haltbar.

Schwierigkeit: Fortgeschritten · Datenklasse: Beschäftigtendaten · Letztes Review:

Zur Orientierung gedacht. Die personalrechtliche Würdigung im Einzelfall bleibt selbstverständlich bei Ihnen — KI-Outputs sind vor jeder Verwendung zu prüfen. Mehr dazu am Ende.

01

Anwendungsbereich

Worum geht es hier?

KI in Compensation, Benefits und Equal Pay

BEM ist regulatorisch zwingende Folge eines AU-Triggers (§ 167 Abs. 2 SGB IX: >6 Wochen kumuliert in 12 Monaten). Schnittpunkt Entgeltfortzahlung (§ 3 EFZG), Sozialversicherung (§ 47 SGB V), arbeitsrechtlicher Kündigungsschutz (BAG-Rspr.: ohne ordnungsgemäßes BEM ist krankheitsbedingte Kündigung kaum haltbar). Höchster DSGVO-Art.-9-Risiko-Layer im COM-Cluster.

02

Für wen passt das?

Zielgruppe und Kontext

Rolle
BEM-Beauftragte (Primärnutzer), HR-Business-Partner, Personalsachbearbeitung, Schwerbehindertenvertretung (§ 178 SGB IX), betriebsärztlicher Dienst (§ 3 ASiG). Sekundär: Betriebsrat (§ 167 Abs. 2 S. 2), Personalleitung, Rechtsabteilung bei drohender Kündigung.
Seniorität
Einsteiger bis Fortgeschritten (Operative); Senior bei Eskalation in personenbedingte Kündigung.
Unternehmensgröße
KMU mit >15 MA (Schwerbehindertenrecht relevant), Mittelstand, Konzern (alle Branchen). Konzerne typisch dezentrale BEM-Beauftragte.
Spezifische Kontexte
Mental-Health-bezogene AU (BKK STD-0051: 17,4 % der Fehltage), Long-Covid-Wiedereingliederungen, betriebsbedingte Erkrankungen (Mobbing, Burnout), Schwerbehinderte (zusätzlich SBV § 178 SGB IX), Rückkehrer nach Reha.
03

Die Situation in der Personalabteilung

So bringen Sie Tempo und Sorgfalt zusammen

§ 167 Abs. 2 SGB IX verpflichtet jeden Arbeitgeber: Sobald Beschäftigter >6 Wochen ununterbrochen/wiederholt arbeitsunfähig in 12 Monaten, ist BEM-Verfahren anzubieten. Klärungsgegenstände gesetzlich vorgegeben: Überwindung AU, Vorbeugen erneuter AU, Erhalt Arbeitsplatz. Beteiligte: BR; bei Schwerbehinderten zusätzlich SBV § 178 SGB IX; Werks-/Betriebsarzt nur mit MA-Zustimmung (§ 203 StGB Sondersituation). BAG (zuletzt BAG 2 AZR 245/22) hat BEM-Pflicht zur Wirksamkeitsvoraussetzung einer späteren krankheitsbedingten Kündigung gemacht. Operativ aufwendig: AU-Historie zusammentragen (12-Monats-Rolling-Window berechnen), Einladungstext rechtssicher (Freiwilligkeit, Datenschutz, Begleitperson, Beteiligung BR/SBV), Gesprächsleitfaden mit Klärungsthemen, Maßnahmenkatalog (Hamburger Modell § 74 SGB V, technische Hilfen, Arbeitsplatzanpassung). BEM-Akte STRIKT getrennt von Personalakte (DSGVO Art. 9 + Need-to-know). KI kann Strukturierung der AU-Historie, Erstentwurf der Einladung und Gesprächsleitfaden beschleunigen — aber KEINE inhaltliche Entscheidung über Wiedereingliederungsmaßnahmen treffen (DSGVO Art. 22); Gesundheitsdaten dürfen Public-Cloud-LLMs niemals im Klartext erreichen.

04

Was Sie davon haben

Zeit, Wert, Vertraulichkeit

Zeit pro BEM-Gespräch

45–90 Min

Hauptsächlich AU-Historien-Aufbereitung + Einladung + Gesprächsleitfaden. Bei Konzern mit 50–500 BEM-Fällen p.a.: 38–750 h.

Kündigungsschutz-Hebel

BAG-essentiell

BAG 2 AZR 245/22 und Vorgänger: versäumtes BEM macht spätere krankheitsbedingte Kündigung unwirksam; Abfindungen 0,5–1,0 Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr × falsch gekündigtem MA.

DSGVO Art. 9-Compliance

kritisch

Gesundheitsdaten (Diagnose, Reha-Antrag, ärztliches Attest) höchste Schutzklasse; BEM-Akte getrennt von Personalakte.

Erkennungsrate

>95 %

MA-Name, KK-Nummer, Geburtsdatum, ICD-10-Codes in Folgedokumenten — dreifach geprüft.

05

So gehen Sie vor

Der Workflow Schritt für Schritt

1

BEM-Trigger-Identifikation: AU-Tracking-System (UC-V-HR-COM-010) meldet kumulierten Wert >6 Wochen in 12 Monaten.

System + Mensch

§ 167 Abs. 2 SGB IX

2

Daten-Klassifikation: AU-Daten + ggf. Vor-BEM-Akte = Klasse A (DSGVO Art. 9 Gesundheit). Stelle/Standort = Klasse B/C.

Mensch

DSGVO Art. 9 · § 26 BDSG

3

Pseudonymisierung mit anymize: MA-Name → [[Vorname-…]] [[Nachname-…]], Geburtsdatum → [[Geb-Jahr-…]], KK-Nummer → [[KK-Nr-…]], Personalnummer → [[PersNr-…]], ggf. ICD-10 (aus Reha-Antrag) → [[Diagnose-Kategorie-…]]. AU-Zeiträume in Klartext.

anymize

DSGVO Art. 28 · § 26 BDSG · höchste Schutzklasse

4

Spot-Check Pseudonymisierung: Namen in Headern/Footer von Attesten, IBAN, Adressen, Krankenhausnamen.

Mensch

NER-Restrisiko

5

KI-Strukturierung: AU-Historie chronologisch, 12-Monats-Rolling-Berechnung, kumulierte Tage, Folge-AU-Erkennung; KI-Entwurf BEM-Einladung mit Pflicht-Bausteinen (Freiwilligkeit, Zweck, Beteiligte BR/SBV, Datenschutz, Begleitperson).

Frontier-KI

Geschwindigkeit · Vollständigkeit

6

KI-Entwurf Gesprächsleitfaden: Klärungsthemen nach § 167-Trias, Themen-Checkliste, Maßnahmenkatalog (stufenweise Wiedereingliederung § 74 SGB V Hamburger Modell, Arbeitsplatzanpassung, technische Hilfen, Reha-Träger-Kontakte).

Frontier-KI

Strukturierung

7

BR-/SBV-Beteiligung organisieren (§ 167 Abs. 2 S. 2 SGB IX, § 178 SGB IX); Betriebsarzt-Einbeziehung nur mit Zustimmung des Beschäftigten.

Mensch

Mitbestimmung · Sondersituation Betriebsarzt § 203 StGB

8

Einladung versenden mit ausreichender Frist (min. 2 Wochen empfohlen); Antwortmöglichkeit „Teilnahme verweigern”.

Mensch

Freiwilligkeit § 167 Abs. 2 S. 3 SGB IX

9

Gespräch durchführen; Protokoll in BEM-Akte, GETRENNT von Personalakte.

Mensch

DSGVO Art. 9 · Need-to-know

10

Maßnahmen vereinbaren, Folge-Termin festlegen; Lohnabrechnung über stufenweise Wiedereingliederung informieren (lohnsteuerliche Behandlung).

Mensch

§ 74 SGB V · § 3 EFZG

06

Womit Sie arbeiten

So setzen Sie anymize konkret ein

Was anymize tut

  • Erkennt MA-Name, Geburtsdatum, KK-Nummer, Personalnummer, ICD-10-Diagnose-Codes mit über 95 % Genauigkeit.
  • AU-Zeiträume bleiben in Klartext (Auswertungs-Dimension); Diagnose-Bezug zu [[Diagnose-Kategorie]] anonymisiert.
  • Bei Mental-Health-AUs besonderer Vertrauensschutz; Sonder-Cohorts dokumentiert.
  • Verarbeitung in deutschen Rechenzentren (Hetzner); AVV nach Art. 28 DSGVO.

Was Sie als BEM-Beauftragte tun

  • AU-Historie aus HR-Tool (DATEV/SAP/Personio); 12-Monats-Rolling-Window verifizieren.
  • BEM-Einladung mit ALLEN Pflicht-Bausteinen (Freiwilligkeit, Beteiligung, Datenschutz, getrennte Akte, KEIN Diagnose-Bezug).
  • Bei Schwerbehinderten SBV-Anhörung § 178 SGB IX VOR Versand; Betriebsarzt nur mit MA-Zustimmung.
  • BEM-Akte STRIKT getrennt von Personalakte; Zugriffsrolle Need-to-know.

Daten-Input

Klasse A (Pflicht-Pseudonymisierung): MA-Name, Geburtsdatum, Personalnummer, KK-Nummer, AU-Diagnosen aus Reha-Anträgen, BEM-Vorakte. Klasse B: AU-Zeiträume, kumulierte Tage, Folge-AU-Markierungen. Klasse C: Mustertexte BEM-Einladung, BMAS-Leitfaden, Tarifvertrags-Bezüge.

Output-Kontrolle

KI liefert: (1) AU-Historie chronologisch tabellarisch mit Rolling-Window-Berechnung und BEM-Trigger-Zeitpunkt, (2) BEM-Einladungsschreiben mit allen Pflicht-Bausteinen, (3) Gesprächsleitfaden mit >=10 Klärungsfragen entlang § 167-Trias, (4) Maßnahmen-Checkliste (Hamburger Modell, Arbeitsplatzanpassung, Reha-Antrag), (5) Prüf-Checkliste „vor Versand” mit 8 Items.

Freigabeprozess

Sie behalten die Hoheit: Pseudonymisierungs-Spot-Check, Pflicht-Bausteine-Vollständigkeit, Vier-Augen vor Versand (bei Schwerbehinderten SBV-Konsultation), BEM-Akten-Trennung, halbjährliche Sample-Audits durch DSB.

07

Die KI-Anweisung

Prompt zum Kopieren

So nutzen Sie diesen Prompt:

1. AU-Tracking-System (UC-V-HR-COM-010) liefert BEM-Trigger.

2. anymize pseudonymisiert MA-Name + KK-Nummer + ICD-10 in BEM-Vorakte.

3. Spot-Check auf Sonder-Identifikatoren (Krankenhausnamen, IBAN in Attesten).

4. Prompt anwenden; KI liefert AU-Historie + Einladung + Leitfaden + Maßnahmen.

5. Bei Schwerbehinderten SBV-Konsultation VOR Versand; Vier-Augen-Spot-Check HR-Leitung.

Reasoning-Modus: Thinking — Kombination aus AU-Datums-Logik, juristischer Pflicht-Baustein-Vollständigkeit, sensibler Tonalität.
# Context (C)
Rechtsstand: <heutiges Datum>. Du unterstützt die Vorbereitung eines
BEM-Gesprächs nach § 167 Abs. 2 SGB IX. Der Input enthält pseudonymisierte
AU-Historien-Daten. Gesundheitsdaten (DSGVO Art. 9) höchste Schutzklasse.

# Role (R)
BEM-Vorbereitungs-Assistenz mit Kenntnis § 167 SGB IX, § 178 SGB IX (SBV),
§ 84 Abs. 2 SGB IX a.F./neu, § 3 EFZG, § 47 SGB V, § 74 SGB V (Hamburger
Modell), DSGVO Art. 9, BAG-Rspr. zur BEM-Pflicht als Wirksamkeits-
Voraussetzung (BAG 2 AZR 245/22 und Vorgänger).

# Action (A)
1. AU-Historie chronologisch tabellarisch | Zeitraum | Dauer | Folge-AU | Kumuliert |
2. 12-Monats-Rolling-Window-Berechnung; BEM-Trigger-Zeitpunkt markieren.
3. BEM-Einladungsschreiben mit Pflicht-Bausteinen: Anrede, BEM-Zweck
   § 167 Abs. 2 SGB IX, Freiwilligkeit, Themen-Übersicht, Begleitperson,
   Beteiligung BR/SBV, Betriebsarzt nur mit Zustimmung, Datenschutz-
   Hinweis DSGVO Art. 13, Antwortmöglichkeit "Teilnahme verweigern",
   Frist (min. 2 Wochen).
4. Gesprächsleitfaden mit >=10 Klärungsfragen entlang § 167-Trias.
5. Maßnahmen-Checkliste: Hamburger Modell § 74 SGB V, technische
   Arbeitsplatzanpassung, Aufgabenmodifikation, Reha-Antrag, Schwer-
   behinderten-Hilfen.
6. Markiere nicht aus Input ableitbare Aussagen mit `[[NICHT BELEGT]]`.
   KEINE Diagnose-Spekulation.
7. Abschluss-Checkliste „Prüfung vor Versand” mit 8 Items.

# Format (F)
- AU-Historie: Markdown-Tabelle
- Einladung: Brief-Format
- Leitfaden: nummerierte Liste
- Maßnahmen: Checkbox-Liste
- Prüf-Checkliste: Checkbox

# Target Audience (T)
BEM-Beauftragte/r prüft, ggf. SBV/BR abstimmen, dann an Beschäftigte/n
versenden. Tonalität: respektvoll, klar zur Freiwilligkeit, kein Druck,
lösungsorientiert.
08

So sieht der Input aus

Pseudonymisierter Eingabetext

Pseudonymisierte AU-Akte mit 12-Monats-Historie + BEM-Trigger-Berechnung.
BEM-Vorbereitungs-Akte für [[MA-Pseudonym-2A7F]]
Stelle: Sachbearbeitung Logistik, Standort [[Standort-DE-RP]]
Eintrittsdatum: 2014-03-01 (Betriebszugehörigkeit 12 Jahre)
Schwerbehinderung: nein
Betriebsrat vorhanden: ja
SBV: nein

AU-Historie 2025-05-14 bis 2026-05-14:
| Beginn | Ende | Tage | Folge-AU |
| 2025-06-12 | 2025-06-19 | 8 | nein |
| 2025-09-03 | 2025-09-22 | 20 | nein |
| 2026-01-08 | 2026-01-15 | 8 | nein |
| 2026-03-20 | 2026-04-12 | 24 | nein |
| Kumuliert | | 60 | |

Trigger: 60 Tage > 42 Tage (6 Wochen) → BEM-Pflicht erreicht.
Vor-BEM-Akte: keine.
Letzter Reha-Antrag: keiner.
Gehaltsfortzahlung: regelhaft § 3 EFZG bis Tag 42; Krankengeld KK Tag 43–546.
09

So liefert anymize zurück

Der KI-Entwurf

KI-Output mit AU-Historie + Einladung + Gesprächsleitfaden + Maßnahmen + Prüf-Checkliste.
## AU-Historie (12-Monats-Rolling)

| Zeitraum | Dauer (Tage) | Folge-AU | Kumuliert |
|---|---:|---|---:|
| 2025-06-12 – 2025-06-19 | 8 | nein | 8 |
| 2025-09-03 – 2025-09-22 | 20 | nein | 28 |
| 2026-01-08 – 2026-01-15 | 8 | nein | 36 |
| 2026-03-20 – 2026-04-12 | 24 | nein | **60 → BEM-Trigger** |

BEM-Trigger-Datum: 2026-04-12 (Überschreitung 42-Tage-Schwelle).
Einladungs-Versand zeitnah — Versäumnis schwächt spätere KSchG-Position (BAG 2 AZR 245/22).

## BEM-Einladungsschreiben — Entwurf

Sehr geehrte/r [[Vorname-2A7F]] [[Nachname-2A7F]],

in den vergangenen 12 Monaten waren Sie kumuliert 60 Kalendertage arbeitsunfähig. Damit ist die gesetzliche Voraussetzung für ein Angebot des **Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM)** nach § 167 Abs. 2 SGB IX erreicht.

Wir möchten Ihnen ein BEM-Gespräch anbieten. Ziel: gemeinsam zu klären,
- wie Ihre Arbeitsunfähigkeit überwunden werden kann,
- wie erneuter AU vorgebeugt werden kann,
- und wie Ihr Arbeitsplatz erhalten werden kann.

**Freiwilligkeit:** Die Teilnahme am BEM ist **ausdrücklich freiwillig**. Eine Ablehnung hat für Sie keine arbeitsrechtlichen Nachteile.

**Beteiligte:** Mit Ihrer Zustimmung: Sie selbst (gerne mit Begleitperson), BEM-Beauftragte/r, auf Wunsch BR. Betriebsarzt nur, wenn Sie ausdrücklich zustimmen.

**Datenschutz:** Vertraulich nach DSGVO Art. 9. BEM-Akte **getrennt von Personalakte**; nur BEM-Beteiligte haben Zugriff. DSGVO-Art.-13-Hinweise im Anhang.

**Termin:** Vorschlag [[Datum]] um [[Uhrzeit]]. Bitte teilen Sie bis [[2 Wochen]] mit, ob Sie annehmen, alternativen Termin wünschen oder ablehnen.

## Gesprächsleitfaden (>=10 Klärungsfragen)

1. Wie geht es Ihnen aktuell — körperlich und mental?
2. Gibt es belastende Faktoren am Arbeitsplatz?
3. Welche Aufgaben fallen Ihnen aktuell besonders schwer?
4. Welche Hilfsmittel oder Anpassungen könnten Sie entlasten?
5. Ist eine stufenweise Wiedereingliederung („Hamburger Modell” § 74 SGB V) eine Option?
6. Möchten Sie einen Reha-Antrag stellen — wir vermitteln an KK/DRV.
7. Aufgaben/Schichtmodelle temporär oder dauerhaft ändern?
8. Versetzung in andere Abteilung als Option?
9. Welche Unterstützung wünschen Sie sich — und was tragen Sie selbst bei?
10. Wann sollen wir uns über Maßnahmen wieder austauschen?

## Maßnahmen-Checkliste
- [ ] Stufenweise Wiedereingliederung Hamburger Modell § 74 SGB V
- [ ] Technische/ergonomische Arbeitsplatzanpassung (ggf. Integrationsamt-Zuschuss)
- [ ] Aufgabenmodifikation (Aufgaben-Pakete, Schichtmodell, Pausen)
- [ ] Reha-Antrag (DRV/KK)
- [ ] Externe Beratung (BEM-Berater, Werks-/Betriebsarzt, EAP)
- [ ] Folge-Termin (3–6 Monate)

## Prüfung vor Versand
- [ ] AU-Tage rechnerisch korrekt (12-Monats-Rolling)
- [ ] Pflicht-Bausteine vollständig (Zweck, Freiwilligkeit, Begleitperson, Beteiligte, Datenschutz, Termin, Antwortfrist)
- [ ] Keine Diagnose-Vermutungen im Schreiben
- [ ] BR informiert (sofern Beschäftigte/r nicht widersprochen)
- [ ] SBV einbezogen bei Schwerbehinderung (§ 178 SGB IX)
- [ ] DSGVO-Art.-13-Hinweise im Anhang
- [ ] Rück-Substitution erfolgt (keine [[…]]-Platzhalter im Versand)
- [ ] BEM-Akte separat angelegt, Zugriffsrechte gesetzt
10

Was das HR-Recht verlangt

Pflichten — und wie anymize sie abdeckt

BAG 2 AZR 245/22 + Vorgänger — BEM Wirksamkeitsvoraussetzung

Ohne ordnungsgemäßes BEM ist krankheitsbedingte Kündigung praktisch nicht haltbar. UC ist Pflicht-Workflow, nicht „nice to have”.

DSGVO Art. 9 + § 26 BDSG — BEM-Akten-Trennung

BEM-Daten dürfen nicht in allgemeine Personalakte. Getrennte Aktenführung, eigene Zugriffsrolle, eigener Aufbewahrungs-Lifecycle.

Public-LLM-Transfer von Gesundheitsdaten

Diagnose-Codes (ICD-10) aus Reha-Anträgen oder Vor-BEM-Akten dürfen niemals im Klartext in Public-Cloud-LLM. anymize-Pseudonymisierung Pflicht.

§ 167 Abs. 2 S. 3 SGB IX — Freiwilligkeit

BEM ist freiwillig. Ohne ausdrücklichen Hinweis kann Einladung als Druck-Mittel interpretiert werden — späterer KSchG-Schutz angreifbar.

§ 178 SGB IX — SBV bei Schwerbehinderten

Zwingende Beteiligung; Verstoß ist eigenständiger Anspruch (§ 178 Abs. 2).

§ 203 StGB — Betriebsarzt-Einbeziehung

NUR mit ausdrücklicher Zustimmung des Beschäftigten. Schweigepflicht.

DSGVO Art. 22 — keine vollautomatische Maßnahmen-Entscheidung

KI darf vorschlagen und strukturieren; Entscheidung über Maßnahmen muss menschlich getroffen werden.

11

Datenschutz und Vertraulichkeit

So funktioniert das mit anymize

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO (rechtliche Verpflichtung § 167 SGB IX) i.V.m. Art. 9 Abs. 2 lit. h (Gesundheitsvorsorge/Arbeitsmedizin) + § 26 BDSG. DSGVO Art. 9 (Gesundheit) höchste Schutzkategorie; Need-to-know. Art. 28 AVV-Pflicht mit jedem KI-/Pseudonymisierungs-Anbieter. Art. 35 DPIA-Pflicht bei systematischer Verarbeitung sensibler Daten — BEM-KI-Workflow regelmäßig DPIA-pflichtig. DSK-OH KI (HR-spezifisch) zu BR-/DSB-Einbindung. § 203 StGB bei Betriebsarzt-Einbeziehung. anymize-Einordnung: kritisch (Klasse A) — ohne konsequente Pseudonymisierung vor jedem externen LLM-Transfer rechtswidrig.

Was anymize konkret leistet

  • Erkennt MA-Name, Geburtsdatum, KK-Nummer, Personalnummer, ICD-10-Diagnose-Codes mit über 95 % Genauigkeit.
  • AU-Zeiträume in Klartext (Auswertungs-Dimension); Diagnose-Bezug zu [[Diagnose-Kategorie]].
  • Bei Mental-Health-AUs besonderer Vertrauensschutz; getrennte Aktenführung dokumentiert.
  • Verarbeitung in deutschen Rechenzentren (Hetzner); AVV nach Art. 28 DSGVO.
  • Alternative: SAP SuccessFactors Joule mit BEM-Workflow, Workday Illuminate, Personio (AWS Frankfurt) — Daten verbleiben im HR-Layer. Bei strengen DSB-Vorgaben On-Premise-LLM + anymize.
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Sicherheitscheck vor der Veröffentlichung

Was anymize liefert — was Sie souverän entscheiden

Vor dem LLM-Transfer

  • Pseudonymisierungs-Spot-Check (Vier-Augen bei Schwerbehinderten-Fällen)?
  • ICD-10-Diagnose-Codes in Vor-BEM-Akten / Reha-Anträgen anonymisiert?
  • Spot-Check auf Sonder-Identifikatoren (Krankenhausnamen, IBAN, Adressen in Attesten)?
  • BEM-Akte getrennt von Personalakte; Zugriffsrolle Need-to-know gesetzt?

Nach KI-Draft

  • Pflicht-Bausteine BEM-Einladung vollständig (Freiwilligkeit, Datenschutz, Begleitperson, BR/SBV)?
  • KEINE Diagnose-Spekulation im Schreiben („Wir haben Verständnis für Ihre psychische Belastung…”)?
  • Gesprächsleitfaden entlang § 167-Trias (Überwindung AU, Vorbeugen, Erhalt Arbeitsplatz)?
  • Maßnahmen-Checkliste (Hamburger Modell § 74 SGB V) vollständig?

Vor Versand

  • Bei Schwerbehinderten SBV-Konsultation § 178 SGB IX?
  • Vier-Augen-Spot-Check HR-BP / BEM-Beauftragte?
  • DSGVO Art. 13-Hinweise im Anhang?
  • Rück-Substitution erfolgt (keine [[…]]-Platzhalter im Versand)?

Typische Fehlermuster — und wie anymize gegensteuert

  • LLM erfindet Diagnose-Begründungen.
  • Tonalität wird unbeabsichtigt belehrend („Sie müssen…”).
  • Fehlender Freiwilligkeits-Hinweis → Einladung als Druck-Mittel interpretierbar.
  • AU-Rolling-Window mit falscher Stichtagslogik (Kalendertage vs. Arbeitstage).
  • Übergang BEM → krankheitsbedingte Kündigung ohne sauberen Maßnahmen-Folgeprozess.
  • Schwerbehinderter ohne SBV-Beteiligung → § 95 SGB IX-Verstoß.
  • BEM-Akte in Personalakte vermischt → DSGVO Art. 9-Verstoß.
13

Rechtsgrundlagen

Normen, Urteile, Belege

Primärnormen — BEM und SGB IX

  • BEM-Pflicht bei >6 Wochen AU in 12 Monaten
  • SBV-Beteiligung bei Schwerbehinderten
  • Stufenweise Wiedereingliederung Hamburger Modell
  • Entgeltfortzahlung + Krankengeld
  • BEM als Wirksamkeitsvoraussetzung KSchG

Datenschutz und Berufsgeheimnis

  • Gesundheitsdaten höchste Schutzklasse
  • Pseudonymisierung + DPIA + AVV
  • Betriebsarzt-Schweigepflicht
  • HR-Hinweise BR/DSB-Einbindung

Tools und Studien

  • Native BEM-Workflow-Unterstützung
  • AI Agents HR-Service-Prozesse
  • DSGVO-native KMU-Suite mit Akten-Separation
  • 17,4 % Fehltage durch psychische Erkrankungen
  • 19 % / 11 % KI-Adoption HR-Kernprozesse

Stand: · Nächste Überprüfung:

Hinweis zur Nutzung

Zur Orientierung — nicht als Ersatz für die HR-Letztverantwortung

Diese Anleitung beschreibt einen Arbeitsablauf, den Sie mit anymize umsetzen können. Sie ist zur Orientierung gedacht und ersetzt weder die personalrechtliche Würdigung im Einzelfall noch eine arbeits- oder mitbestimmungsrechtliche Prüfung. Welche Rechtsprechung einschlägig ist, wie der Sachverhalt arbeitsrechtlich zu bewerten ist, welche Entscheidungen in Ihrem konkreten Fall richtig sind — das bleibt selbstverständlich bei Ihnen und Ihrer HR-Letztverantwortung.

KI-Outputs müssen vor jeder Verwendung HR-fachlich geprüft werden. Insbesondere personenbezogene Entscheidungen (Einstellung, Beförderung, Kündigung) dürfen nicht allein auf KI-Empfehlungen gestützt werden (DSGVO Art. 22, EU AI Act Art. 26). anymize gewährleistet die Vertraulichkeit der Beschäftigtendaten gegenüber dem KI-Anbieter; die fachliche Richtigkeit und die rechtliche Verantwortung liegen in Ihrer Hand.

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Wir sind überzeugt von anymize. Und wir wissen: Bei einem KI-Werkzeug, das Mandanten-, Patienten- oder Mitarbeiter-Daten berührt, reicht ein Demo-Video nicht. Deshalb 14 Tage voller Zugang – alle Modelle, alle Features, keine Kreditkarte. Genug Zeit, um sicher zu sein, bevor du uns vertraust.

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