Retail- und Private-Banking
Beratungsprotokoll-Pflichtangaben-Check nach § 83 WpHG
anymize pseudonymisiert Klarname, ISINs und Depot-Daten aus dem Beratungsprotokoll-Entwurf, bevor die KI gegen die WpHG-§-83- und MaComp-BT-7.1-Pflichtangaben prüft. Sie erhalten eine Findings-Tabelle mit Ampel (grün/gelb/rot) — als Self-Check vor Versendung oder Stichproben-Tool der Innenrevision.
Schwierigkeit: Einsteiger · Datenklasse: Mandantendaten · Letztes Review:
Zur Orientierung gedacht. Die anwaltliche Würdigung im Einzelfall bleibt selbstverständlich bei Ihnen — KI-Outputs sind vor jeder Verwendung zu prüfen. Mehr dazu am Ende.
Anwendungsbereich
Worum geht es hier?
Während die Protokoll-Erstellung im Mantel-UC läuft, fokussiert dieser Vertical-UC den Qualitäts-Check eines fertigen Entwurfs. Er adressiert das häufigste BaFin-Innenrevisions-Finding im Retail-Banking: unvollständige Pflichtangaben nach § 83 WpHG und MaComp BT 7.1.
Für wen passt das?
Zielgruppe und Kontext
- Rolle
- Beratungs-Compliance Officer, Innenrevision (Stichproben), Kundenberater (Self-Check vor Versendung).
- Seniorität
- Einsteiger bis Fortgeschritten.
- Kanzleigröße
- Alle DE-Bankgruppen.
- Spezifische Kontexte
- Vor Versendung jedes Protokolls, bei Innenrevisions-Stichproben (10–20/Quartal), bei externen Prüfungen.
Die Situation in der Kanzlei
So bringen Sie Tempo und Sorgfalt zusammen
Ein MiFID-Beratungsprotokoll nach § 83 WpHG muss mehrere zwingende Sections enthalten: Anlass, Datum, Kundenangaben (Geeignetheit nach MaComp BT 7.1), Empfehlung mit ISIN/WKN, Begründung, Risiko-Hinweise, KID/PRIIPs-Aushändigungs-Vermerk, Aufzeichnungspflicht-Hinweis. Häufige Fehlerquellen: fehlender Risiko-Hinweis bei Anleihen-Empfehlungen (Zinsänderungsrisiko), KID-Vermerk vergessen, Empfehlungsbegründung nicht mit Kundenangabe verknüpft, Unterschrift fehlt. KI kann strukturiert prüfen und Findings markieren — die Letztverantwortung liegt bei Compliance/Beraterin. anymize pseudonymisiert Klarname, ISINs und Depot-Daten vor dem KI-Aufruf — § 43 KWG (Bankgeheimnis) bleibt gewahrt.
Was Sie davon haben
Zeit, Wert, Vertraulichkeit
Zeit pro Protokoll-Check
5–10 Min
Bei Innenrevisions-Stichproben 1–2 h/Quartal je nach Sample-Größe.
Qualitätsgewinn
weniger Findings
Strukturierter Ist-Soll-Abgleich reduziert Beanstandungen bei BaFin-Stichproben.
Erkennungsrate
>95 %
anymize erkennt Klarname, ISINs, Depot-, Konto- und Beraterkennungen.
Vertraulichkeit
strukturell
Protokoll-Inhalt verlässt das Haus nur pseudonymisiert.
So gehen Sie vor
In 5 Schritten zum Antrag
Beratungsprotokoll-Entwurf aus DMS abrufen.
Sie
Workflow-Anker
Klassifikation: Klasse A (Klarname, ISINs, Anlagebetrag).
Sie
§ 43 KWG (SRC-0109)
Pseudonymisierung mit anymize: Klarname → [[...]], Depot/IBAN → [[...]].
Sie + KI
§ 25b KWG
KI-Check gegen Prompt: strukturierte Findings-Tabelle pro Pflichtangabe.
KI
Strukturierter Ist-Soll-Abgleich
Findings prüfen: falsch-positiv vs. echtes Fehlen.
Sie
Letztverantwortung
Bei echten Lücken: Protokoll an Beraterin zur Ergänzung zurück.
Sie
§ 83 WpHG
Bei strukturierten Produkten: Vier-Augen-Pflicht-Check.
Sie
MaComp BT 7.1
Freigabe und Archivierung 5–7 Jahre.
Sie + anymize
§ 83 Abs. 3 WpHG
Womit Sie arbeiten
So setzen Sie anymize konkret ein
Was anymize tut
- Erkennt Klarname, Depot-, IBAN-, ISIN- und Beraterkennungen mit über 95 % Genauigkeit.
- Ersetzt sie durch semantische Platzhalter vor dem KI-Aufruf.
- Re-identifiziert in der Banking-Umgebung beim Empfang.
- Verarbeitung in deutschen Rechenzentren; AVV nach Art. 28 DSGVO und § 25b KWG.
Was Sie als Compliance-Officer / Beraterin tun
- Beratungsprotokoll-Entwurf vollständig bereitstellen — keine Auszüge.
- Anonymisierungs-Vorschau sichten — Klarname, Depot, ISIN korrekt erkannt?
- Findings-Tabelle prüfen: falsch-positive Findings (Format-Variation) vs. echte Lücken.
- Bei echten Lücken: Protokoll zur Ergänzung zurück; bei strukturierten Produkten Pflicht-Vier-Augen.
Daten-Input
Beratungsprotokoll-Entwurf (PDF, Word, DMS-Export) mit allen Sections (Anlass, Geeignetheit, Empfehlung, Risiko-Hinweise, KID-Vermerk, Unterschriften).
Output-Kontrolle
Pseudonymisierter Protokoll-Inhalt geht an die KI; re-identifizierte Findings-Tabelle mit Status (OK/FEHLEND/UNKLAR), Plausibilitäts-Findings und Gesamt-Ampel (grün/gelb/rot) kommt zurück.
Freigabeprozess
Compliance-Officer entscheidet auf Basis Findings; bei roter Ampel Rücklauf an Beraterin. Archivierung Check-Ergebnis + Protokoll 5–7 J.
Die KI-Anweisung
Prompt zum Kopieren
So nutzen Sie diesen Prompt:
1. Beratungsprotokoll in anymize laden — Anonymisierung läuft automatisch.
2. Prompt anhängen, Thinking-Modus, KI-Aufruf starten.
3. Findings prüfen — falsch-positive vs. echte Lücken.
4. Bei roter Ampel: Protokoll an Beraterin zur Ergänzung zurück.
# Context (C)
Rechtsstand: <heutiges Datum — bitte aktuell ermitteln und hier einsetzen>.
Du prüfst ein pseudonymisiertes Beratungsprotokoll auf Vollständigkeit nach
§ 83 WpHG und MaComp BT 7.1.
# Role (R)
Du agierst als Beratungs-Compliance-Auditor mit Kenntnis WpHG §§ 63, 64, 83,
MaComp BT 5/BT 7.1, PRIIPs-Verordnung, ESMA-AI-Statement.
# Action (A)
1. Prüfe das Protokoll auf folgende Pflichtangaben und markiere je Item
OK / FEHLEND / UNKLAR:
(1) Anlass und Datum des Gesprächs.
(2) Kundenangaben nach MaComp BT 7.1 (5 Geeignetheits-Kriterien).
(3) Empfohlene Anlage(n) mit ISIN/WKN.
(4) Begründung der Empfehlung mit Verweis auf Kundenangabe.
(5) Risiko-Hinweise (Kapitalverlust, Markt, Zinsänderung, Währung soweit
relevant).
(6) PRIIPs-KID-Aushändigungs-Vermerk.
(7) Aufzeichnungspflicht-Hinweis (§ 83 Abs. 3 WpHG, 5–7 Jahre).
(8) Unterschrift Beraterin + Mandantin / Datum.
2. Prüfe Plausibilität der Begründungs-Kette (Kundenangabe → Produkt-Eigenschaft
→ Eignung). Markiere Brüche.
3. Prüfe, ob Risiko-Hinweise zur Empfehlung passen (z.B. Anleihen →
Zinsänderungsrisiko-Pflicht).
4. Gib Findings-Tabelle aus und am Ende eine „Ampel“ Gesamt (grün / gelb / rot).
# Format (F)
- Tabelle | # | Pflichtangabe | Status | Bemerkung |.
- Plausibilitäts-Findings als Bullet-Liste.
- Gesamt-Ampel + Empfehlung Folgeschritt.
# Target Audience (T)
Beratungs-Compliance-Officer oder Beraterin im Self-Check. Sachlich; keine
Beratungsempfehlungen ausgeben.So sieht der Sachverhalt aus
Pseudonymisierter Eingabetext
Beratungsprotokoll-Entwurf [[ProtokollID-a1b2]] vom 2026-05-12
Beraterin: [[BeraterID-c3d4]]
Mandantin: [[Vorname-e5f6]] [[Nachname-e5f6]], Depot [[Depot-e5f6]]
Anliegen: Anlage [[Anlagebetrag-g7h8]] EUR Erbschaft, Horizont 15 J.
Kundenangaben: Vorerfahrung ETF-Sparplan, max. [[Verlustquote-g7h8]]% Verlust akz.
Empfehlung: MSCI-World-ETF (ISIN [[ISIN-i9j0]]) 60%, Euro-Staatsanleihen-ETF
(ISIN [[ISIN-k1l2]]) 30%, Tagesgeld 10%
Begründung: lange Laufzeit + breite Streuung + Inflationsschutz; konservativer als
reines Aktien-Portfolio
Risiko-Hinweise: Kapitalverlust, Marktrisiko
KID: ausgehändigt für beide ETFs
Unterschrift: Beraterin ja, Mandantin fehlt (Datum 2026-05-13 erwartet)So liefert anymize zurück
Der Antrags-Entwurf
## Pflichtangaben-Check
| # | Pflichtangabe | Status | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| 1 | Anlass + Datum | OK | 2026-05-12 erfasst |
| 2 | Geeignetheit MaComp BT 7.1 (5 Kriterien) | UNKLAR | Finanzielle Verhältnisse fehlen; Anlageziel/Horizont kurz |
| 3 | ISIN/WKN | OK | Beide ETFs mit ISIN dokumentiert |
| 4 | Begründung mit Verweis auf Kundenangabe | OK | „Lange Laufzeit + Streuung“ verknüpft |
| 5 | Risiko-Hinweise | FEHLEND | Zinsänderungsrisiko bei Anleihen-ETF nicht aufgeführt; Währungsrisiko bei MSCI World fehlt |
| 6 | PRIIPs-KID-Vermerk | OK | Für beide ETFs ausgehändigt |
| 7 | Aufzeichnungspflicht-Hinweis | FEHLEND | § 83 Abs. 3 WpHG-Hinweis nicht im Protokoll |
| 8 | Unterschrift Beraterin + Mandantin | UNKLAR | Mandanten-Unterschrift offen (Folgetermin) |
## Plausibilitäts-Findings
- Geeignetheits-Section unvollständig: finanzielle Verhältnisse (Einkommen,
Verbindlichkeiten, externe Rücklagen) nicht erfasst.
- Risiko-Hinweise nicht produkt-spezifisch genug — Anleihen-Komponente
braucht Zinsänderungsrisiko.
## Gesamt-Ampel
GELB — Versendung erst nach Ergänzung Punkt 2, 5, 7 und Einholen
Mandanten-Unterschrift.Was das Berufsrecht verlangt
Pflichten — und wie anymize sie abdeckt
PF-FIN-RET-004-1 · Falsch-Positiv durch Format-Variation
KI kann Section verfehlen, weil Reihenfolge oder Bezeichnung abweicht. Mitigation: Mensch verifiziert.
PF-FIN-RET-004-2 · § 43 KWG (SRC-0109)
Protokoll enthält Klarname, Depotnummer, ISINs — Pseudonymisierung Pflicht.
PF-FIN-RET-004-3 · Halluzinierte Empfehlungs-Lücken
LLM kann Vollständigkeit fälschlich bestätigen. Mitigation: Stichproben-Vier-Augen.
PF-FIN-RET-004-4 · § 83 Abs. 3 WpHG Aufzeichnung (SRC-0111)
Check-Ergebnis muss selbst archiviert werden (Audit-Trail).
PF-FIN-RET-004-5 · ESMA AI-Statement (SRC-0131)
Proportionale Test-/Überwachungspflicht.
PF-FIN-RET-004-6 · Schatten-KI (BaFin SRC-0119)
Self-Check-KI muss im KI-Inventar gelistet sein.
PF-FIN-RET-004-7 · § 25b KWG Auslagerung (SRC-0107)
AVV Pflicht; Cloud-LLM = Auslagerung.
Datenschutz und Vertraulichkeit
So funktioniert das mit anymize
Protokoll-Inhalt enthält Klarname, ISINs, Anlagebetrag, Verlusttragfähigkeit und teils Gesundheits-Bezüge. Mit anymize verlassen diese Daten das Haus nicht — sie werden vor dem KI-Aufruf durch Platzhalter ersetzt. Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO (WpHG-Pflicht) und lit. b DSGVO (Geschäftsbeziehung). AVV nach Art. 28 DSGVO und § 25b KWG. BaFin-Orientierungshilfe IKT/KI (18.12.2025) verlangt KI-Inventar — Self-Check-KI muss gelistet sein. ESMA-AI-Statement verlangt proportionale Test-/Überwachung — quartalsweise Innenrevisions-Stichprobe ist gute Praxis.
Was anymize konkret leistet
- Erkennt Klarname, Depot-, IBAN-, ISIN- und Beraterkennungen mit über 95 % Genauigkeit.
- Ersetzt sie durch semantische Platzhalter vor dem KI-Aufruf.
- Re-identifiziert in der Banking-Umgebung beim Empfang.
- Alternativen: S-KIPilot (Sparkassen), atruvia KCC (Volksbanken), Commerzbank Sherlock, IBM watsonx, Azure OpenAI Frankfurt.
Sicherheitscheck vor der Einreichung
Was anymize liefert — was Sie souverän entscheiden
Vor dem KI-Aufruf
- Protokoll-Entwurf vollständig — alle Sections geliefert?
- Anonymisierungs-Vorschau gesichtet?
Nach der KI-Antwort
- Falsch-positive Findings (Format-Variation) identifiziert?
- Echte Lücken bei Risiko-Hinweisen produkt-spezifisch geprüft?
- Begründungs-Kette Kundenangabe → Produkt-Eignung schlüssig?
Vor Freigabe
- Bei roter Ampel: Protokoll an Beraterin zur Ergänzung zurück?
- Bei strukturierten Produkten: Vier-Augen-Check eingeholt?
- Check-Ergebnis im DMS archiviert (Audit-Trail)?
- KI im BaFin-KI-Inventar (SRC-0119) gelistet?
Typische Fehlermuster — und wie anymize gegensteuert
- →KI markiert Section fälschlich als FEHLEND wegen Reihenfolge-Abweichung — Mensch verifiziert.
- →KI bestätigt Vollständigkeit, obwohl Zinsänderungsrisiko bei Anleihen fehlt — produkt-spezifische Prüfung Pflicht.
- →KI übersieht fehlende Aufzeichnungspflicht-Hinweis-Section — Strukturzwang über Prompt.
- →KI gibt Beratungsempfehlung statt Audit-Aussage — Prompt verbietet, Mensch korrigiert.
- →KI erkennt Unterschriften-Fehlstand nicht — bei Folgetermin-Konstellation manuell prüfen.
Rechtsgrundlagen
Normen, Urteile, Belege
Primärnormen
- Bankgeheimnis
- Wohlverhaltensregeln
- Aufzeichnungspflicht 5–7 J.
- Geeignetheits-Detail
- Test-/Überwachungspflicht
- KI-Inventar
- AVV
Sekundärquellen
- KI für Compliance-Checks etabliert
- Banking-Halluzinations-Risiko
Tools und Alternativen
- Sparkassen / Volksbanken interne Pfade
- Großbank-Stack-Blueprint
- BSI-C5-Testat
Stand: · Nächste Überprüfung:
Hinweis zur Nutzung
Zur Orientierung — nicht als Mandatsersatz
Diese Anleitung beschreibt einen Arbeitsablauf, den Sie mit anymize umsetzen können. Sie ist zur Orientierung gedacht und ersetzt weder die anwaltliche Würdigung im Einzelfall noch eine fachanwaltliche Prüfung. Welche Rechtsprechung einschlägig ist, wie der Sachverhalt rechtlich zu bewerten ist, welche Anträge in Ihrem konkreten Mandat richtig sind — das bleibt selbstverständlich bei Ihnen.
KI-Outputs müssen vor jeder Verwendung anwaltlich geprüft werden. Insbesondere Urteils-Aktenzeichen, Norm-Verweise und Fristen sind gegen Primärquellen zu verifizieren. anymize gewährleistet die Vertraulichkeit der Mandantendaten gegenüber dem KI-Anbieter; die fachliche Richtigkeit des Outputs liegt in Ihrer Verantwortung.
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Wir sind überzeugt von anymize. Und wir wissen: Bei einem KI-Werkzeug, das Mandanten-, Patienten- oder Mitarbeiter-Daten berührt, reicht ein Demo-Video nicht. Deshalb 14 Tage voller Zugang – alle Modelle, alle Features, keine Kreditkarte. Genug Zeit, um sicher zu sein, bevor du uns vertraust.
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