Die Geschichte hinter anymize

„Die beste Software entsteht, wenn Praktiker ihr eigenes Problem lösen.“

Raitschin Raitschew (44), Gründer und Geschäftsführer von anymize

Nikolai und Raitschin Raitschew, die Gründer von anymize, sitzen nebeneinander auf einer Holztreppe im Büro

Der Anfang

Die Idee – und die Frage, wer sie bauen soll

Während eines Praktikums erlebte Nikolai Raitschew hautnah, wie Berufsgeheimnisträger – Anwälte, Steuerberater, Mediziner – an der KI-Nutzung scheitern: Sie wissen, wie viel ihnen moderne Sprachmodelle abnehmen könnten, dürfen ihre sensiblen Daten aber nicht hineingeben. Die Lösung schien offensichtlich und war trotzdem nirgends zu finden: eine Schutzschicht, die Daten anonymisiert, bevor ein Modell sie sieht – und sie danach sauber zurückführt.

Viele hätten diese Idee einem Entwicklungsstudio gegeben. Nikolai und sein Vater Raitschin taten etwas anderes: Sie bauten sie gemeinsam selbst. Der Sohn als technischer Kopf, der große Teile der Plattform eigenhändig entwickelte und parallel noch zur Schule geht. Der Vater als erfahrener Unternehmer, der das operative Fundament stellte und dem jungen Team den Rücken freihält.

Raitschin Raitschew ist Unternehmer aus Überzeugung – und so bekam sein Sohn von klein auf mit, wie man Ideen in Produkte verwandelt, Verantwortung trägt und Kunden ernst nimmt. Über seinen Vater fand Nikolai schon früh zur Technik: Mit elf Jahren schrieb er seine ersten Zeilen Code. Was dort begann, war mehr als ein Hobby – es war die gemeinsame Sprache, die zwischen Vater und Sohn entstand.

Nikolai und Raitschin Raitschew am Laptop im anymize-Büro
Nikolai und Raitschin Raitschew im Gespräch an einem Holztisch

Vater und Sohn

Warum diese Partnerschaft trägt

Ein 18-Jähriger, der eine Plattform für Berufsgeheimnisträger baut – das wirft Fragen auf. Die Antwort darauf ist der Vater: jemand, der das Unternehmertum seit Jahrzehnten lebt und der seinem Sohn etwas gegeben hat, das man nicht kaufen kann – das Vertrauen, ein solches Vorhaben gemeinsam zu wagen. Diese Konstellation prägt anymize bis heute: nah am Produkt, bodenständig, norddeutsch – und getragen von einer Überzeugung, die beide teilen: Datenschutz ist kein Bremsklotz, sondern die Voraussetzung dafür, dass KI dort wirklich wirkt, wo sie am meisten bewirkt.

Heute vertrauen über 1.000 zahlende Kunden auf anymize – von Kanzleien über Steuerberatungen bis zu Stadtverwaltungen und mittelständischen Unternehmen. Mit Tim und Nils Karow sind weitere Gesellschafter an Bord. Aber der Kern der Geschichte bleibt: ein Vater und sein Sohn, die aus einer Praktikums-Idee ein Unternehmen gemacht haben.

„KI wird alles verändern. Aber nur für jene, die sie richtig nutzen können.“

Nikolai Raitschew (18), Gründer und Geschäftsführer von anymize

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