Sichere KI-Nutzung
für Rechtsanwälte & Kanzleien.

Für Kanzleien ist das Mandatsgeheimnis nicht verhandelbar. Der Weg zur sicheren KI-Nutzung führt über die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht und die Schranken für externe Dienstleister – beides lässt sich mit vorgelagerter Anonymisierung sauber einhalten.

Worauf es ankommt

Die rechtlichen Anker.

§ 43a Abs. 2 BRAO

Anwaltliche Verschwiegenheitspflicht über alles, was in Berufsausübung bekannt wird.

§ 2 BORA

Pflicht zu erforderlichen organisatorischen und technischen Maßnahmen zum Schutz des Mandatsgeheimnisses.

§ 203 Abs. 1 Nr. 3 StGB

Verletzung von Privatgeheimnissen ist strafbar.

§ 43e BRAO

Dienstleister-Verpflichtung in Textform; Abs. 4 erlaubt Auslandsdienstleistung nur bei vergleichbarem Schutzniveau, Abs. 5 verlangt ggf. Mandanteneinwilligung.

Besonderheit dieser Branche

Die Auslandsschranke des § 43e Abs. 4 BRAO scheitert bei reiner US-Cloud-KI regelmäßig. Erreicht die KI dank Anonymisierung kein Geheimnis, gibt es nichts zu vergleichen – die Schranke greift nicht.

Der Unterschied

Ohne Anonymisierung vs. mit anymize.

Ohne Anonymisierung · US-Cloud-KI

Ohne Anonymisierung müsste das Mandatsgeheimnis selbst zur KI gelangen. KI-Dienste, die Daten in US-Clouds verarbeiten, scheitern dann regelmäßig an der Auslandsschranke (§ 43e Abs. 4 BRAO) und an § 203 StGB – für Mandatsdaten sind sie ohne zusätzliche Garantien kaum rechtssicher einsetzbar.

Mit anymize

Klarnamen, Aktenzeichen und identifizierende Sachverhalte werden anonymisiert, bevor sie eine KI erreichen. Das Mandatsgeheimnis verlässt die Kanzlei nie – § 43a BRAO und § 203 StGB sind strukturell gewahrt.

Wie die Anonymisierung funktioniert ›

Schritt für Schritt

Der Fahrplan zur sicheren KI-Nutzung.

  1. 01

    Rechtsgrundlage festlegen

    Klären, auf welcher Basis verarbeitet wird. Bei personenbezogenen Daten Art. 6 DSGVO, bei besonderen Kategorien zusätzlich Art. 9.

    Mit anymize: Anonymisierte Daten sind keine personenbezogenen Daten (ErwG 26) – die Hürde sinkt deutlich.

    DSGVO Art. 6 / Art. 9
  2. 02

    Verarbeitung dokumentieren

    Die KI-gestützte Verarbeitung als Eintrag ins Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten aufnehmen.

    Mit anymize: Fertiger Muster-Eintrag von anymize – nur anpassen.

    DSGVO Art. 30
  3. 03

    AVV abschließen

    Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem KI-Anbieter.

    Mit anymize: Vorausgefülltes AVV-Muster mit KI-Klauseln – einmal unterschreiben.

    DSGVO Art. 28
  4. 04

    DSFA prüfen

    Bei hohem Risiko ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung Pflicht.

    Mit anymize: Durch Anonymisierung sinkt das Risiko – die DSFA bleibt schlank.

    DSGVO Art. 35
  5. 05

    Schutzmaßnahmen umsetzen

    Technische und organisatorische Maßnahmen – allen voran Anonymisierung, plus Zugriffskontrolle.

    Mit anymize: Anonymisierung + DE-Hosting sind bereits die zentrale Maßnahme.

    DSGVO Art. 32
  6. 06

    Datenschutzbeauftragten einbinden

    Den DSB frühzeitig beteiligen und freigeben lassen.

    Mit anymize: Fertiges, druckbares DSB-Handout zum Vorlegen – eine Seite.

    DSGVO Art. 37–39
  7. 07

    Team schulen (KI-Kompetenz)

    Seit dem 2. Februar 2025 ist ausreichende KI-Kompetenz der Mitarbeitenden Pflicht – inklusive Nachweis.

    Mit anymize: Kurze Einweisung genügt – die Anonymisierung läuft automatisch.

    EU AI Act Art. 4
  8. 08

    Richtlinie & Mitbestimmung

    Interne KI-Nutzungsrichtlinie aufsetzen; bei Beschäftigtendaten den Betriebsrat einbinden.

    Mit anymize: Muster-KI-Richtlinie und Betriebsvereinbarung als Vorlage.

    BetrVG § 87 Abs. 1 Nr. 6

Diese Dokumente brauchst du

  • § 43e-Dienstleistervertrag (Textform, Strafbarkeitshinweis)
  • AVV nach Art. 28 DSGVO
  • ggf. Mandanteneinwilligung (§ 43e Abs. 5)

Dazu die allgemeinen Vorlagen (AVV, KI-Richtlinie, DSFA-Checkliste …) aus der Ratgeber-Übersicht.

Für deinen Datenschutzbeauftragten

Handout zum Vorlegen

Eine kompakte, druckfertige rechtliche Einordnung speziell für Rechtsanwälte & Kanzleien – zur Prüfung und Freigabe durch deinen Datenschutzbeauftragten.

Handout öffnen & drucken

Zur Branchenlösung Rechtsbranche

Häufige Fragen

Ja – § 43e BRAO erlaubt das seit 2017 ausdrücklich, verlangt aber eine Verpflichtung in Textform und bei Auslandsbezug ein vergleichbares Schutzniveau. Mit Anonymisierung vor der KI wird kein Geheimnis offenbart, sodass diese Hürden entschärft werden.

Dieser Ratgeber ist sorgfältig recherchiert, ersetzt aber keine Rechtsberatung im Einzelfall. Einige Fristen des EU AI Act sind derzeit in politischer Anpassung, Landesrecht variiert je Bundesland. Bitte final mit deinem Datenschutzbeauftragten oder einer Anwält:in abstimmen.

Jetzt starten.
14 Tage kostenlos testen.

Alle Modelle. Alle Features. Keine Kreditkarte.

Wir sind überzeugt von anymize. Und wir wissen: Bei einem KI-Werkzeug, das Mandanten-, Patienten- oder Mitarbeiter-Daten berührt, reicht ein Demo-Video nicht. Deshalb 14 Tage voller Zugang – alle Modelle, alle Features, keine Kreditkarte. Genug Zeit, um sicher zu sein, bevor du uns vertraust.

Dein KI-Arbeitsplatz wartet.