Arbeitsrecht

Probezeit-Klausel — AGB-Kontrolle

anymize entfernt Arbeitnehmer-, Arbeitgeber- und Personaldaten automatisch aus der Probezeit-Klausel, bevor sie an GPT, Claude oder Gemini geht — und setzt sie nach der KI-Antwort wieder ein. So prüfen Sie § 622 Abs. 3 BGB, KSchG-Ausschluss und BAG-Probezeit-Linie in Minuten, ohne § 43a BRAO oder § 203 StGB zu berühren.

Schwierigkeit: Fortgeschritten · Datenklasse: Mandantendaten · Letztes Review:

Zur Orientierung gedacht. Die anwaltliche Würdigung im Einzelfall bleibt selbstverständlich bei Ihnen — KI-Outputs sind vor jeder Verwendung zu prüfen. Mehr dazu am Ende.

01

Anwendungsbereich

Worum geht es hier?

Verträge analysieren

Die Probezeit-Klausel gehört zu den am häufigsten missverstanden formulierten Stellen im Standard-Arbeitsvertrag. Formal wirkt § 622 Abs. 3 BGB simpel — 6 Monate Höchstdauer, 2-Wochen-Frist. Doch Verlängerungs-Klauseln, Verweis auf den Tarifvertrag, Kombination mit einer befristeten Probezeit-Vereinbarung und die Frage, ab wann § 1 KSchG greift, machen die Prüfung fehleranfällig. Mit anymize geht der Klausel-Text anonymisiert an ein Frontier-Modell — Arbeitnehmer-Name, Personalnummer, Gehalt verlassen das Haus nicht. Die Klausel-Prüfung läuft in Minuten.

02

Für wen passt das?

Zielgruppe und Kontext

Rolle
Fachanwält:in für Arbeitsrecht; Rechtsanwält:in mit arbeitsrechtlichem Schwerpunkt; Inhouse-Counsel HR mit Vertrags-Template-Verantwortung; Allround-Anwält:in mit gelegentlichen Arbeitsrechts-Mandaten.
Seniorität
Berufseinsteiger bis Spezialist:in — Probezeit-Klauseln sind Routine, trotzdem schleichen sich in Standard-Templates häufig unwirksame Verlängerungs- oder Kombinationsklauseln ein, die erst im Streitfall auffallen.
Kanzleigröße
Einzelkanzlei bis Großkanzlei und Inhouse-Teams mit regelmäßigem Vertrags-Review-Bedarf.
Spezifische Kontexte
Mandant legt Arbeitsvertrag zur Prüfung vor — Arbeitnehmer vor Unterzeichnung oder Arbeitgeber vor Verwendung. Oder laufendes Mandat: Kündigung in der Probezeit, Streit über Probezeit-Verlängerung, Frage nach KSchG-Geltung nach dem sechsten Monat.
03

Die Situation in der Kanzlei

So bringen Sie Tempo und Sorgfalt zusammen

§ 622 Abs. 3 BGB erlaubt während einer vereinbarten Probezeit (Höchstdauer: 6 Monate) eine Kündigungsfrist von zwei Wochen. Klingt eindeutig — ist es aber nicht. In der Praxis tauchen vier Problemfelder auf: (1) Verlängerungs-Klauseln, die die Probezeit über 6 Monate hinaus ausdehnen wollen — nach BAG-Linie unzulässig, weil § 622 Abs. 3 BGB eine zwingende Höchstgrenze setzt. (2) Kombination von Probezeit-Klausel mit einer Befristungsvereinbarung, die den KSchG-Ausschluss über den 6. Monat hinaus perpetuiert — unwirksam. (3) Tarifvertragliche Sonderregeln, die eine längere Probezeit oder kürzere Fristen erlauben — Günstigkeitsvergleich nach § 4 Abs. 3 TVG erforderlich. (4) Arbeitgeber versteht § 1 KSchG falsch: Das Kündigungsschutz-Gesetz gilt nicht in den ersten sechs Monaten (Wartezeit § 1 Abs. 1 KSchG), unabhängig davon, ob eine Probezeit vereinbart ist — aber die 2-Wochen-Frist nach § 622 Abs. 3 BGB gilt nur, wenn eine Probezeit ausdrücklich vereinbart wurde. Wer das manuell gegen die aktuelle BAG-Linie prüft, sitzt 30–60 Minuten am Standard-Fall. Mit anymize geht die Klausel pseudonymisiert an die KI — die Systematik läuft in Minuten.

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Was Sie davon haben

Zeit, Wert, Vertraulichkeit

Zeit pro Klausel-Check

~30 Min

Frontier-KI prüft die Probezeit-Klausel gegen § 622 Abs. 3 BGB, KSchG-Wartezeit und BAG-Verlängerungs-Linie in wenigen Minuten. Anwaltliche Würdigung und Mandanten-Empfehlung kommen obendrauf.

Mehrwert pro Mandat

€ 100–175

Stundensatz Arbeitsrecht (€ 200–350/h) angewandt auf 30 Minuten freigespielte Prüfungszeit.

Vertraulichkeit

strukturell

anymize entfernt Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Namen, Personalnummer, Gehalt und persönliche Daten, bevor der Klausel-Text das Haus verlässt.

Erkennungsrate

>95 %

Dreifach geprüft (Algorithmus + zwei spezialisierte KI-Prüfungen). Restmenge sichten Sie im Vorschau-Modus.

05

So gehen Sie vor

In 5 Schritten zum Antrag

1

Probezeit-Klausel und Kontext bereitstellen. Sie übernehmen den Vertragsabschnitt zur Probezeit (im Zweifelsfall den gesamten relevanten Vertragsblock inkl. Tarifvertrags-Bezug) in den anymize-Arbeitsplatz. Klären Sie vorab: Standardvertrag (AGB-Kontrolle) oder Individualvertrag? Mandat Arbeitnehmer oder Arbeitgeber? Besteht ein Tarifvertrag-Bezug?

Sie

Mandatsgrundlage und AGB-Einordnung klären

2

anymize anonymisiert automatisch. Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Namen, Personalnummer, Bruttogehalt, IBAN, Adresse und Geburtsdatum werden durch semantische Platzhalter ersetzt. Vorschau sichten — bei Probezeit-Klauseln besonders auf Briefkopf und Signaturzeilen achten.

anymize

§ 43a BRAO Verschwiegenheit · § 203 StGB

3

Frontier-KI prüft. Der pseudonymisierte Vertragstext geht an Ihr gewähltes Modell — GPT, Claude oder Gemini, alle in anymize verfügbar. Mit dem unten stehenden Prompt fragen Sie eine systematische Probezeit-Prüfung ab: § 622 Abs. 3 BGB Höchstdauer, Verlängerungs-Klausel-Wirksamkeit, KSchG-Wartezeit-Einordnung, Tarifvertrag-Günstigkeitsvergleich. Die KI sieht keine Klarnamen.

GPT / Claude / Gemini in anymize

Klausel-Prüfung in Minuten

4

anymize re-identifiziert. Die KI-Antwort kommt mit Platzhaltern zurück; anymize setzt die Originaldaten wieder ein. Sie erhalten eine kompakte Prüfungs-Matrix mit Ampel-Bewertung, die Sie anwaltlich würdigen: Wirksamkeit der Probezeit-Klausel, Verlängerungs-Risiko, KSchG-Einordnung, Mandanten-Empfehlung.

anymize + Sie

Bidirektionale Anonymisierung · anwaltliche Würdigung

5

Mandanten-Empfehlung. Sie schicken das Prüfungs-Ergebnis mit Ihrer Bewertung an die Mandantschaft. Bei Verlängerungs-Klauseln: Klausel unwirksam — folgt Korrekturbedarf. Bei Arbeitnehmer-Mandat: Probezeit-Kündigung ohne KSchG-Schutz, 2-Wochen-Frist beachten, ggf. Sozialauswahl nach § 1 KSchG erst ab dem siebten Monat relevant. BAG-Aktenzeichen kurz verifizieren.

Sie

Anwaltliche Beratung im Mandatsverhältnis

06

Womit Sie arbeiten

So setzen Sie anymize konkret ein

Was anymize tut

  • Erkennt 40+ Kategorien personenbezogener Daten — Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Namen, Personalnummer, Gehalt, IBAN, Adressen — mit über 95 % Erkennungsrate.
  • Dreistufige Prüfung: Algorithmische Analyse, dann zwei spezialisierte KI-Prüfungen, die auch Kontext berücksichtigen.
  • Bidirektionale Anonymisierung: Platzhalter werden eingesetzt, das Frontier-Modell antwortet mit Kontext, anymize re-identifiziert beim Empfang.
  • Daten in deutschen Rechenzentren (Hetzner). Originaldokumente werden nicht gespeichert — nur die Zuordnung Platzhalter ↔ Klarname, mit Aufbewahrungsfrist nach Ihrer Wahl.

Was Sie als Anwält:in tun

  • Probezeit-Klausel und Vertragskontext bereitstellen — AGB-Einordnung vorab klären: Standardvertrag oder Individualvertrag? Tarifvertrag-Bezug prüfen.
  • Vorschau der Anonymisierung sichten — auf Briefkopf, Signaturzeilen und Gehaltsangaben achten.
  • Prüfungs-Matrix anwaltlich würdigen — insbesondere bei Verlängerungs-Klauseln und Tarifvertrag-Günstigkeitsvergleich.
  • BAG-Aktenzeichen gegen dejure.org, bundesarbeitsgericht.de oder beck-online verifizieren; Mandanten-Empfehlung formulieren.

Daten-Input

Probezeit-Klausel bzw. vollständiger Arbeitsvertrag (PDF, Word, Scan-OCR), optional Tarifvertrag-Bezug und Personalakte-Auszug für Kontext.

Output-Kontrolle

Pseudonymisierter Text geht an die KI. Re-identifizierte Prüfungs-Matrix mit Ampel-Bewertung kommt zurück. anymize trifft keine inhaltlichen Aussagen — die Strukturierung leistet das Frontier-Modell, die Würdigung machen Sie.

Freigabeprozess

Sie behalten die Hoheit: Vorschau der Anonymisierung, anwaltliche Bewertung der Klausel-Wirksamkeit, Mandanten-Beratung — alles im üblichen Kanzlei-Workflow.

07

Die KI-Anweisung

Prompt zum Kopieren

So nutzen Sie diesen Prompt:

1. Probezeit-Klausel (oder den relevanten Vertragsblock) in anymize einfügen — Anonymisierung läuft automatisch.

2. AGB-Einordnung, Mandatsseite und Tarifvertrag-Bezug im Prompt einsetzen.

3. Prompt kopieren und an den Klausel-Text anhängen.

4. In anymize unter „Tools → Reasoning“ auf „Thinking-Modus“ stellen, dann KI-Aufruf starten — Output kommt re-identifiziert zurück.

Empfohlener Modus in anymize: Thinking-Modus (Reasoning). Bei Standard-Klauseln reicht Fast; bei Probezeit-Verlängerungs-Klauseln oder Tarifvertrag-Bezug Thinking oder Max.
# Rolle
Du bist Vertragsanalyse-Assistenz für eine Arbeitsrechts-Kanzlei.
Rechtsstand: 12. Mai 2026.

# Aufgabe
Prüfe die vorgelegte Probezeit-Klausel systematisch gegen:
(1) § 622 Abs. 3 BGB — Höchstdauer 6 Monate, 2-Wochen-Kündigungsfrist,
(2) § 1 KSchG — Wartezeit und Beginn des Kündigungsschutz-Schutzes,
(3) BAG-Linie zur Probezeit-Verlängerung und zu unzulässigen
    Verlängerungs-Klauseln,
(4) ggf. tarifvertragliche Sonderregel — Günstigkeitsvergleich § 4 Abs. 3 TVG.

AGB-Einordnung: [STANDARDVERTRAG / INDIVIDUALVERTRAG] — bitte einfügen.
Mandatsseite: [ARBEITNEHMER / ARBEITGEBER] — bitte einfügen.
Tarifvertrag: [JA — welcher / NEIN] — bitte einfügen.

Liefere eine Prüfungs-Matrix. Die anwaltliche Wertung —
Empfehlung zur Annahme, Verhandlung oder Ablehnung — ist NICHT deine Aufgabe.

# Inhalt

1. Klausel-Übersicht
   Probezeit-Vereinbarung im Überblick: Dauer, Frist, Besonderheiten.

2. Prüfung § 622 Abs. 3 BGB
   - Ist die Probezeit-Dauer auf maximal 6 Monate begrenzt?
   - Ist die 2-Wochen-Kündigungsfrist korrekt vereinbart?
   - Gibt es eine Verlängerungs-Klausel — und wenn ja: Wirksamkeit?
     (BAG-Linie: § 622 Abs. 3 BGB setzt eine zwingende Höchstgrenze;
      Verlängerung über 6 Monate unzulässig —
      Aktenzeichen verifikations-bedürftig.)

3. Prüfung KSchG-Wartezeit
   - § 1 Abs. 1 KSchG: Kündigung in den ersten 6 Monaten ohne
     KSchG-Prüfung — unabhängig von der Probezeit-Vereinbarung.
   - Achtung: Die 2-Wochen-Frist nach § 622 Abs. 3 BGB gilt nur,
     wenn eine Probezeit AUSDRÜCKLICH vereinbart wurde. Fehlt die
     Vereinbarung, gelten die allgemeinen Fristen des § 622 Abs. 1 BGB.
   - Keine Kombinations-Klausel, die KSchG-Ausschluss über 6 Monate
     perpetuiert?

4. Tarifvertraglicher Günstigkeitsvergleich (nur wenn TV-Bezug)
   - Tarifvertragliche Probezeit-Regelung vs. § 622 Abs. 3 BGB:
     Was ist für den Arbeitnehmer günstiger (§ 4 Abs. 3 TVG)?
   - [ANWALT-WERTUNG] falls Günstigkeitsvergleich komplex.

5. Ampel-Bewertung
   - [GRUEN] — BAG-konform
   - [GELB] — verhandelbar / Grenzbereich
   - [ROT] — klarer Verstoß (§ 622 Abs. 3 BGB / § 307 BGB)

6. Verhandlungs-Hinweis
   - [STANDARD] — typisch anpassbar
   - [PRUEFUNG] — anwaltliche Einzelfall-Bewertung erforderlich

7. Citation-Verifikations-Liste
   Alle BAG-Aktenzeichen am Ende als "verifikations-bedürftig" markieren.

# Format
Markdown. Kurze Tabellen für Klausel-Übersicht und Ampel-Bewertung.

# Verbote
KEINE Empfehlung zur Annahme oder Ablehnung.
KEIN BAG-Urteil ohne "verifikations-bedürftig"-Markierung bei Unsicherheit.
KEINE Spekulation zur Verhandlungsmacht der Parteien.
08

So sieht der Sachverhalt aus

Pseudonymisierter Eingabetext

Probezeit-Klausel nach anymize-Anonymisierung. Arbeitnehmer-Name, Unternehmen und Gehalt sind durch anymize-Platzhalter im Format [[Kategorie-Hash]] ersetzt. Die Klausel-Texte bleiben erhalten.
Arbeitsvertrag zwischen [[Unternehmensname-c7d1]] (Arbeitgeber)
und [[Vorname-4a2b]] [[Nachname-4a2b]] (Arbeitnehmer).

§ 7 Probezeit
Die ersten 6 Monate des Arbeitsverhältnisses gelten als Probezeit.
Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis von beiden Seiten
mit einer Frist von 2 Wochen zum Monatsende gekündigt werden.

§ 7a Verlängerung der Probezeit
Wenn [[Vorname-4a2b]] [[Nachname-4a2b]] während der Probezeit
erkrankt und der Ausfall 4 Wochen oder mehr beträgt, verlängert
sich die Probezeit um die Dauer der Erkrankung, höchstens jedoch
um weitere 3 Monate.

Vergütung: [[Geldbetrag-9f3e]] EUR brutto/Monat.
09

So liefert anymize zurück

Der Antrags-Entwurf

KI-Output (Beispiel). anymize hat Klarnamen, Personalnummer und Gehalt re-identifiziert. BAG-Positionen bitte kurz gegen dejure.org / bundesarbeitsgericht.de verifizieren.
# Probezeit-Klausel — Prüfungs-Matrix

## Klausel-Übersicht

| Klausel | Inhalt | Ampel |
|---|---|---|
| § 7 Probezeit | 6 Monate / 2-Wochen-Frist zum Monatsende | [GRUEN] |
| § 7a Verlängerung | Erkrankungs-bedingte Verlängerung bis +3 Monate | [ROT] |

---

## I. § 7 Probezeit — Prüfung § 622 Abs. 3 BGB [GRUEN]

**Dauer:** 6 Monate — entspricht der Höchstgrenze des § 622 Abs. 3 BGB.

**Frist:** 2 Wochen zum Monatsende. § 622 Abs. 3 BGB verlangt lediglich
eine "Probezeit" und eine "2-Wochen-Frist" — das Einschränkungsmerkmal
"zum Monatsende" ist rechtlich zulässig, für den Arbeitnehmer aber
ungünstiger als "zu jedem Werktag". [ANWALT-WERTUNG]

**Ergebnis:** Klausel grundsätzlich BAG-konform. Kein AGB-Verstoß.

---

## II. § 7a Verlängerungs-Klausel — [ROT]

**Problem:** Die Klausel verlängert die Probezeit bei Erkrankung um
bis zu 3 weitere Monate über die 6-Monats-Grenze des § 622 Abs. 3 BGB
hinaus.

**BAG-Linie:** § 622 Abs. 3 BGB setzt eine zwingende gesetzliche
Höchstgrenze von 6 Monaten für die Probezeit-Vereinbarung. Eine
vertragliche Verlängerung ist unzulässig, unabhängig vom Anlass.
(Aktenzeichen verifikations-bedürftig — bitte gegen
bundesarbeitsgericht.de / dejure.org prüfen.)

**Folge:** § 7a ist nach § 307 Abs. 1 BGB i.V.m. § 622 Abs. 3 BGB
unwirksam. Für die Dauer der Erkrankung gelten die allgemeinen
Kündigungsfristen nach § 622 Abs. 1 BGB (4 Wochen zum 15. oder
zum Monatsende), sobald der 6. Monat überschritten ist.

**Verhandlungs-Hinweis:** [STANDARD] — bei Arbeitgeber-Mandat:
Klausel streichen oder durch eine rechtlich zulässige Formulierung
ersetzen (z. B. Verlängerung nur innerhalb der 6 Monate mit kürzerer
Restlaufzeit).

---

## III. KSchG-Wartezeit

§ 1 Abs. 1 KSchG: Kündigungsschutz-Prüfung greift erst ab dem
siebten Monat des Arbeitsverhältnisses — unabhängig von der
Probezeit-Vereinbarung. In den ersten 6 Monaten kann ohne
Angabe von Gründen (§ 1 KSchG) gekündigt werden; die 2-Wochen-Frist
des § 622 Abs. 3 BGB bleibt anwendbar, solange die Probezeit-
Vereinbarung wirksam ist.

**Achtung § 7a:** Soweit § 7a unwirksam ist und das Arbeitsverhältnis
in den siebten Monat tritt, gilt ab diesem Zeitpunkt sowohl die
allgemeine Kündigungsfrist (§ 622 Abs. 1 BGB) als auch der
KSchG-Schutz (§ 1 KSchG) — wenn der Betrieb die Schwellenwerte
erfüllt. [ANWALT-WERTUNG: Betriebsgröße und BetrVG-Geltung prüfen.]

---

## IV. Citation-Verifikations-Liste

Folgende Rechtspositionen sind inhaltlich gut begründet, aber ohne
konkretes verifizierbares Aktenzeichen — bitte gegen
bundesarbeitsgericht.de / dejure.org / beck-online prüfen:

1. BAG — Probezeit-Verlängerung über 6 Monate unzulässig
   (§ 622 Abs. 3 BGB als zwingende Höchstgrenze)
2. BAG — KSchG-Wartezeit § 1 Abs. 1 KSchG, Sechs-Monats-Grenze
3. Günstigkeitsvergleich Tarifvertrag: § 4 Abs. 3 TVG
   (kein Tarifvertrag im vorliegenden Vertrag erkennbar)
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Was das Berufsrecht verlangt

Pflichten — und wie anymize sie abdeckt

§ 43a BRAO Verschwiegenheit

anymize ersetzt Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Namen, Personalnummer, Gehalt und persönliche Daten durch Platzhalter, bevor das Frontier-Modell den Klausel-Text sieht — Erkennungsrate über 95 %.

§ 43e BRAO Auftragsverarbeitung

Sie schließen einen AVV mit anymize ab. Datenverarbeitung ausschließlich in deutschen Rechenzentren (Hetzner). Originaldokumente speichern wir nicht.

§ 203 StGB Geheimnisschutz

Indem Arbeitnehmer-Name, Arbeitgeber-Name und Gehalt das Haus nicht verlassen, vermeiden Sie das Offenbarungsproblem strukturell. anymize-Mitarbeitende sehen nur die Zuordnungstabelle, nicht den Vertragstext.

§ 622 Abs. 3 BGB — zwingende Höchstgrenze

Die 6-Monats-Grenze ist zwingend. Verlängerungs-Klauseln — auch bei Erkrankung, Urlaub oder Elternzeit — sind nach BAG-Linie unzulässig. Der Prompt lässt die KI diese Klauseln explizit als [ROT] markieren.

§ 1 KSchG Wartezeit — häufig verwechselt mit Probezeit

KSchG-Wartezeit und Probezeit nach § 622 Abs. 3 BGB sind rechtlich unabhängig. Auch ohne ausdrückliche Probezeit-Vereinbarung besteht in den ersten 6 Monaten kein KSchG-Schutz. Mandantenberatung oft notwendig.

§ 4 Abs. 3 TVG Günstigkeitsprinzip

Tarifverträge können abweichende Probezeit-Regelungen enthalten. Günstigkeitsvergleich zwingend prüfen, wenn ein Tarifvertrag-Bezug im Vertrag besteht.

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Datenschutz und Vertraulichkeit

So funktioniert das mit anymize

Bei der Probezeit-Klausel-Prüfung stehen typischerweise Arbeitnehmer-Name, Arbeitgeber-Name, Personalnummer und Gehalt im Vertragstext. anymize ersetzt diese vor dem KI-Aufruf durch Platzhalter; nach der KI-Antwort identifiziert anymize zurück. Verarbeitung in deutschen Rechenzentren (Hetzner), AVV nach Art. 28 DSGVO und § 43e BRAO ist Teil des Standardvertrags. Originaldokumente werden nicht gespeichert. Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Mandatsvertrag). Bei Verträgen mit Gesundheits- oder Schwerbehinderungs-Klauseln greift Art. 9 DSGVO — Anonymisierungs-Vorschau besonders sorgfältig sichten.

Was anymize konkret leistet

  • Erkennt Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Klarnamen, Personalnummern, Gehälter, IBANs und Adressen mit über 95 % Genauigkeit.
  • Ersetzt sie durch semantische Platzhalter, bevor der Klausel-Text an GPT, Claude oder Gemini geht.
  • Re-identifiziert die KI-Antwort automatisch — Sie sehen das Prüfungs-Ergebnis mit den richtigen Klarnamen zurück.
  • Verarbeitung in deutschen Rechenzentren (Hetzner). AVV nach Art. 28 DSGVO mit § 43e BRAO-Erklärung im Standardvertrag.
  • Originaldokumente werden nicht gespeichert — nur die Zuordnung Platzhalter ↔ Klarname, mit Aufbewahrungsfrist nach Ihrer Wahl.
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Sicherheitscheck vor der Einreichung

Was anymize liefert — was Sie souverän entscheiden

Vor dem KI-Aufruf

  • Probezeit-Klausel vollständig — inkl. Verlängerungs- und Sonderregel-Abschnitte?
  • AGB-Einordnung geklärt — Standardvertrag oder Individualvertrag?
  • Mandatsseite klar — Arbeitnehmer- oder Arbeitgeber-Perspektive im Prompt eingesetzt?
  • Tarifvertrag-Bezug geprüft und im Prompt vermerkt?
  • Anonymisierungs-Vorschau gesichtet — Arbeitnehmer-Name, Arbeitgeber-Name, Gehalt korrekt erfasst?

Nach der KI-Antwort

  • Re-Identifikation korrekt — alle Platzhalter zurückgesetzt?
  • Verlängerungs-Klausel als [ROT] erkannt und markiert?
  • KSchG-Wartezeit-Einordnung korrekt (Monat 1–6 vs. ab Monat 7)?
  • Tarifvertraglicher Günstigkeitsvergleich (falls TV) nachgeprüft?
  • BAG-Positionen gegen dejure.org / bundesarbeitsgericht.de / beck-online verifiziert?

Vor der Mandanten-Empfehlung

  • Wirksamkeits-Einordnung mandantenspezifisch bewertet (Arbeitnehmer vs. Arbeitgeber)?
  • Bei Arbeitgeber-Mandat: Verlängerungs-Klausel aus Template entfernt oder korrigiert?
  • Bei Arbeitnehmer-Mandat: Lage nach unwirksamer Verlängerung erklärt (allgemeine Fristen ab Monat 7)?

Typische Fehlermuster — und wie anymize gegensteuert

  • KI akzeptiert Verlängerungs-Klausel als zulässig — der Prompt lässt das explizit als [ROT] markieren, weil § 622 Abs. 3 BGB eine zwingende Höchstgrenze setzt.
  • KI verwechselt KSchG-Wartezeit (§ 1 Abs. 1 KSchG) mit der Probezeit-Vereinbarung (§ 622 Abs. 3 BGB) — unterschiedliche Rechtsnormen, die unabhängig voneinander laufen.
  • KI halluziniert Aktenzeichen zur Probezeit-Verlängerung — deshalb die Citation-Verifikations-Liste und die Pflicht-Verifikation.
  • KI vergisst den Tarifvertrag-Günstigkeitsvergleich, obwohl ein TV-Bezug im Vertrag steht — Tarifvertrag-Angabe im Prompt zwingend eintragen.
  • KI stuft die Frist-Formulierung 'zum Monatsende' als neutral ein, ohne auf die Schlechterstellung gegenüber 'zu jedem Werktag' hinzuweisen — im Prompt [ANWALT-WERTUNG] erzwingen.
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Rechtsgrundlagen

Normen, Urteile, Belege

Primärnormen

  • Probezeit — Höchstdauer 6 Monate, 2-Wochen-Kündigungsfrist
  • KSchG-Wartezeit — kein Kündigungsschutz in den ersten 6 Monaten
  • AGB-Kontrolle — Einbeziehung, Transparenz, Klauselverbote
  • Unangemessene Benachteiligung — Unwirksamkeit
  • Günstigkeitsprinzip bei Tarifvertrag-Abweichung
  • Arbeitsvertrag — gesetzlicher Begriff

BAG-Linie

  • Probezeit-Verlängerung über 6 Monate unzulässig (verifikations-bedürftig)
  • § 1 Abs. 1 KSchG, Sechs-Monats-Grenze (verifikations-bedürftig)

Berufsrechtliche Grundlagen

  • Anwaltliche Verschwiegenheit
  • Auftragsverarbeitung und IT-Auslagerung
  • Verletzung von Privatgeheimnissen
  • Rechtsgrundlage Mandatsvertrag

Sekundärquellen

  • Erfurter Kommentar — § 622 BGB, § 1 KSchG
  • Mandantentransparenz und KI-Einsatz
  • KI in der anwaltlichen Praxis

Stand: · Nächste Überprüfung:

Hinweis zur Nutzung

Zur Orientierung — nicht als Mandatsersatz

Diese Anleitung beschreibt einen Arbeitsablauf, den Sie mit anymize umsetzen können. Sie ist zur Orientierung gedacht und ersetzt weder die anwaltliche Würdigung im Einzelfall noch eine fachanwaltliche Prüfung. Welche Rechtsprechung einschlägig ist, wie der Sachverhalt rechtlich zu bewerten ist, welche Anträge in Ihrem konkreten Mandat richtig sind — das bleibt selbstverständlich bei Ihnen.

KI-Outputs müssen vor jeder Verwendung anwaltlich geprüft werden. Insbesondere Urteils-Aktenzeichen, Norm-Verweise und Fristen sind gegen Primärquellen zu verifizieren. anymize gewährleistet die Vertraulichkeit der Mandantendaten gegenüber dem KI-Anbieter; die fachliche Richtigkeit des Outputs liegt in Ihrer Verantwortung.

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Wir sind überzeugt von anymize. Und wir wissen: Bei einem KI-Werkzeug, das Mandanten-, Patienten- oder Mitarbeiter-Daten berührt, reicht ein Demo-Video nicht. Deshalb 14 Tage voller Zugang – alle Modelle, alle Features, keine Kreditkarte. Genug Zeit, um sicher zu sein, bevor du uns vertraust.

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