Aus einer Praktikums-Idee wurde anymize
Manche Unternehmen entstehen aus einer Marktanalyse. anymize entstand in einem Praktikum. Nikolai Raitschew sah dort aus der Nähe, was in sensiblen Berufen jeden Tag passiert. Anwältinnen, Steuerberater, Ärztinnen…
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Manche Unternehmen entstehen aus einer Marktanalyse. anymize entstand in einem Praktikum.
Nikolai Raitschew sah dort aus der Nähe, was in sensiblen Berufen jeden Tag passiert. Anwältinnen, Steuerberater, Ärztinnen wissen genau, wie viel Arbeit ihnen ein Sprachmodell abnehmen könnte: Schriftsätze zusammenfassen, Verträge vergleichen, Fristen aus Akten ziehen. Und sie fassen es trotzdem nicht an, weil in jedem Dokument Namen, Adressen und Aktenzeichen stehen, die sie nicht aus der Hand geben dürfen.
Die Frage, die Nikolai mitnahm, war einfach: Warum dürfen ausgerechnet die Menschen, die Unterstützung am dringendsten brauchen, moderne KI nicht nutzen?
Die Lösung, die es nirgends gab
Die Antwort schien offensichtlich. Wenn das Problem ist, dass sensible Daten beim Sprachmodell ankommen, dann dürfen sie eben nicht ankommen. Eine Schutzschicht, die Daten anonymisiert, bevor ein Modell sie sieht. Und die danach die echten Angaben wieder einsetzt, damit die Antwort die richtigen Namen trägt.
So offensichtlich die Idee war: Es gab sie nirgends.
Heute sieht das bei anymize so aus: Du lädst einen Vertrag hoch, anymize erkennt darin Namen, Adressen und Nummern und ersetzt sie durch Platzhalter. Das Modell arbeitet nur mit dieser Fassung. Kommt die Antwort zurück, setzt anymize die echten Angaben wieder ein, bei dir und nicht bei der KI. Du liest einen fertigen Text mit den richtigen Namen. Das Modell hat sie nie gesehen.
Vater und Sohn bauen es selbst
Viele hätten so eine Idee an ein Entwicklungsstudio gegeben. Nikolai und sein Vater Raitschin haben sie selbst gebaut, zusammen.
Nikolai ist der technische Kopf. Er hat große Teile der Plattform eigenhändig entwickelt und geht parallel noch zur Schule. Seine ersten Zeilen Code schrieb er mit elf, angestoßen durch seinen Vater. Aus dem Hobby wurde mit der Zeit eine gemeinsame Sprache zwischen den beiden.
Raitschin ist Unternehmer aus Überzeugung. Er hat das operative Fundament gelegt und unterstützt das junge Team, wo er kann. Von ihm hat Nikolai früh mitbekommen, wie man aus einer Idee ein Produkt macht, Verantwortung trägt und Kunden ernst nimmt.
Ein 18-Jähriger, der eine Plattform für Menschen mit Schweigepflicht baut, wirft Fragen auf. Die Antwort ist diese Konstellation: ein Sohn, der das Produkt baut, und ein Vater, der ihm das Vertrauen gegeben hat, so ein Vorhaben gemeinsam zu wagen. Raitschin sagt es so:
„Die beste Software entsteht, wenn Praktiker ihr eigenes Problem lösen."
Nah am Produkt, bodenständig, norddeutsch
anymize sitzt in Kiel. Das prägt, wie wir arbeiten: nah am Produkt, ohne großes Getöse, mit dem Blick auf die Menschen, die es jeden Tag nutzen. Unsere Kunden sitzen nicht in Startup-Hubs. Sie sitzen in Kanzleien, Steuerbüros, Stadtverwaltungen und mittelständischen Unternehmen.
Uns verbindet eine Überzeugung, die Vater und Sohn teilen: Datenschutz ist kein Bremsklotz. Er ist die Voraussetzung dafür, dass KI dort wirkt, wo sie am meisten bewirkt.
Wo wir heute stehen
Heute vertrauen über 1.000 zahlende Kunden auf anymize, von Kanzleien über Steuerberatungen bis zu Stadtverwaltungen und mittelständischen Unternehmen. Mit Tim Eisenreich und Nils Karow sind weitere Gesellschafter an Bord.
Der Kern der Geschichte ist derselbe geblieben: ein Vater und sein Sohn, die aus einer Praktikums-Idee ein Unternehmen gemacht haben. Und eine Frage aus dem Praktikum, die inzwischen eine Antwort hat.
Nikolai sagt, wohin es geht:
„KI wird alles verändern. Aber nur für jene, die sie richtig nutzen können."
Lern uns kennen
Wer hinter anymize steht und wie du uns erreichst, findest du auf unserer Über-uns-Seite.
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