Strafrecht
Opferrechte-Beratung
anymize entfernt Opfer-, Beschuldigten- und Zeugen-Klarnamen, Wohnadressen und Aktenzeichen automatisch aus Ihren Mandanten-Unterlagen, bevor sie an GPT, Claude oder Gemini gehen — und setzt sie nach der KI-Antwort wieder ein. So strukturieren Sie eine vollständige Opferrechte-Beratung in 30 bis 60 Minuten: Nebenklage-Anschluss §§ 395 ff. StPO, anwaltlicher Beistand § 397a StPO (Pflichtbeistand), psychosoziale Prozessbegleitung § 406g StPO, Opferentschädigungsgesetz (OEG), Auskunftsrechte nach §§ 406d ff. StPO. Die strategische Bewertung — Nebenklage oder stiller Beobachter, OEG-Antragstellung, Koordination mit Adhäsionsantrag — bleibt selbstverständlich bei Ihnen.
Schwierigkeit: Fortgeschritten · Datenklasse: Mandantendaten · Letztes Review:
Zur Orientierung gedacht. Die anwaltliche Würdigung im Einzelfall bleibt selbstverständlich bei Ihnen — KI-Outputs sind vor jeder Verwendung zu prüfen. Mehr dazu am Ende.
Sondergruppe
Opferrechte-Beratung mit Cloud-KI — durch Anonymisierung möglich
Opferdaten sind im Strafverfahren besonders sensibel — Personendaten der Verletzten, Tatbeschreibungen und Gesundheits-Informationen unterliegen dem besonderen Schutz des § 203 StGB, § 43a BRAO und der DSGVO (Art. 9 DSGVO bei Gesundheitsdaten). anymize hält Opfer-, Beschuldigten- und Zeugen-Klarnamen, Wohnadressen, Gesundheits-Informationen und Aktenzeichen aus dem KI-Kontext — die KI sieht ausschließlich Platzhalter, Sie erhalten die strukturierte Beratung mit den richtigen Daten zurück. Wir empfehlen, die Anonymisierungs-Vorschau vor dem KI-Aufruf besonders sorgfältig durchzugehen, weil Tatbeschreibungen und Verletzungsbilder die verletzte Person unmittelbar identifizieren können.
Anwendungsbereich
Worum geht es hier?
Die Beratung von Verletzten im Strafverfahren ist ein eigenständiges Mandat, das weit über die bloße Nebenklage-Anmeldung hinausgeht. §§ 395 ff. StPO (Anschluss-Voraussetzungen und -rechte), § 397a StPO (Pflichtbeistand auf Staatskosten), § 406g StPO (psychosoziale Prozessbegleitung), §§ 406d ff. StPO (Auskunfts- und Informationsrechte) sowie das Opferentschädigungsgesetz (OEG) bilden zusammen ein komplexes Normengeflecht. Wer das manuell strukturiert, sitzt eine bis eineinhalb Stunden. Mit anymize geht die pseudonymisierte Mandats-Skizze an ein Frontier-Modell — Opfer-, Beschuldigten- und Zeugen-Klarnamen, Gesundheits-Informationen, Adressen und Aktenzeichen verlassen die Kanzlei nicht.
Für wen passt das?
Zielgruppe und Kontext
- Rolle
- Rechtsanwältin / Rechtsanwalt mit Opfervertretungs-Mandat; Fachanwalt:in für Strafrecht oder Opferschutz; Anwalt:in im Bereitschaftsdienst bei Sexualdelikten, Körperverletzungs- und Tötungsdelikten; Kanzleien mit Nebenklagepraktik.
- Seniorität
- Vom Berufseinsteiger bis zur Spezialist:in — die Opferrechte sind normativ einheitlich strukturiert; die strategische Bewertung (Nebenklage oder nicht, OEG-Antrag, Koordination mit Adhäsion) wächst mit der Erfahrung. Berufseinsteiger:innen profitieren, weil die KI das Rechte-Inventar vollständig gliedert.
- Kanzleigröße
- Einzelkanzlei bis Boutique-Kanzlei — besonders effizient bei Mandaten mit Schwerstdelikten (§§ 211, 212, 174 ff. StGB), bei denen das Opferrechte-Inventar vollständig ausgeschöpft werden sollte.
- Spezifische Kontexte
- Erstkontakt mit Verletztem nach Anzeigenerstattung oder Anklage-Erhebung; Übernahme des Mandats aus der Verfahrens-Mitte; Vorbereitung auf Hauptverhandlung mit Nebenklage-Beteiligung; OEG-Antragstellung nach Tatbegehung.
Die Situation in der Kanzlei
So bringen Sie Tempo und Sorgfalt zusammen
Verletzte im Strafverfahren kennen ihre Rechte häufig nicht oder nur unvollständig. Die Beratungspflicht des Anwalts umfasst ein breites Normengeflecht: Nebenklage-Anschluss (§§ 395–402 StPO) mit den prozessualen Rechten, Pflichtbeistand auf Staatskosten (§ 397a StPO) bei schweren Delikten, psychosoziale Prozessbegleitung (§ 406g StPO) als Entlastungsinstrument, Auskunftsrechte gegenüber Behörden (§§ 406d–406h StPO) und Opferentschädigungsgesetz (OEG) als staatliche Entschädigungs-Grundlage. Wer das manuell strukturiert, verbrennt eine bis eineinhalb Stunden Anwalts-Zeit. Wer ChatGPT, Claude oder Gemini direkt einsetzt, wäre schneller — bewegt sich aber ohne anymize im § 203 StGB- und § 43a BRAO-Konflikt, weil Opfer-, Beschuldigten- und Zeugen-Klarnamen sowie Gesundheits-Informationen und Aktenzeichen die Kanzlei verlassen würden. anymize löst das strukturell: 40+ Kategorien personenbezogener Daten werden vor dem KI-Aufruf durch Platzhalter ersetzt.
Was Sie davon haben
Zeit, Wert, Vertraulichkeit
Zeit pro Beratung
~50 Min
Bei einer Standard-Opferrechte-Beratung (klares Delikts-Bild, Nebenklage-Anschluss, § 397a StPO-Prüfung): manuelle Strukturierung dauert eine bis eineinhalb Stunden, mit anymize und Frontier-KI sind es 20 bis 30 Minuten bis zur strukturierten Beratungs-Skizze.
Mehrwert pro Mandat
€ 250–450
Stundensatz Strafrecht (€ 280–400/h) angewandt auf eine Stunde freigespielte Strukturierungs-Zeit pro Opferrechte-Beratung.
Vertraulichkeit
strukturell
Opfer-, Beschuldigten- und Zeugen-Klarnamen, Wohnadressen, Gesundheits-Informationen und Aktenzeichen verlassen die Kanzlei nicht. anymize ist § 203 StGB-, § 43a BRAO- und Art. 9 DSGVO-vereinbar.
Erkennungsrate
>95 %
Dreifach geprüft (Algorithmus plus zwei spezialisierte KI-Prüfungen). Bei Opferrechte-Mandaten empfehlen wir besondere Sorgfalt bei Tatbeschreibungen und Verletzungsbildern — diese können die verletzte Person unmittelbar identifizieren.
So gehen Sie vor
In 5 Schritten zum Antrag
Mandats-Skizze, Anzeige oder Strafakten-Auszug und Kanzlei-Playbook bereitstellen. Sie übernehmen die wesentlichen Mandatsdaten (Verletzte/r, Tatvorwurf, Aktenzeichen, Verfahrens-Stand), die Anzeige oder den Strafakten-Auszug (Anklageschrift, Polizeibericht), ggf. Gesundheits-Informationen (Arztberichte) und Ihr Kanzlei-Playbook (§§ 395 ff. StPO-Checkliste, § 397a StPO-Katalog, OEG-Voraussetzungen).
Sie
Beratungs-Grundlage klären
anymize anonymisiert automatisch. Über 40 Kategorien personenbezogener Daten — Opfer-, Beschuldigten- und Zeugen-Namen, Wohnadressen, Geburtsdaten, Gesundheits-Informationen (Art. 9 DSGVO), IBANs, Aktenzeichen, Tatorte — werden durch semantische Platzhalter ersetzt. Sie sehen die Vorschau vor dem KI-Aufruf. Bei Opferrechte-Mandaten lohnt sich der besonders sorgfältige Blick in die Vorschau, weil Tatbeschreibungen und Verletzungsbilder die verletzte Person unmittelbar identifizieren können.
anymize
§ 43a BRAO Verschwiegenheit · § 203 StGB · Art. 9 DSGVO (Gesundheitsdaten)
Frontier-KI strukturiert. Die pseudonymisierte Mandats-Skizze geht an Ihr gewähltes Modell — GPT, Claude oder Gemini, alle in anymize verfügbar. Mit dem unten stehenden Prompt fordern Sie eine vollständige Opferrechte-Beratungs-Skizze an: Nebenklage-Anschluss (§§ 395 ff. StPO), Pflichtbeistand (§ 397a StPO), psychosoziale Prozessbegleitung (§ 406g StPO), Auskunftsrechte (§§ 406d ff. StPO), OEG-Anspruch. Die KI sieht keine Klarnamen — sie arbeitet ausschließlich mit Platzhaltern.
GPT / Claude / Gemini in anymize
Beratungs-Skizze in unter 30 Minuten
anymize re-identifiziert. Die KI-Antwort kommt mit Platzhaltern zurück; anymize setzt automatisch die Originaldaten wieder ein. Sie erhalten die Beratungs-Skizze mit den richtigen Klarnamen — Nebenklage-Voraussetzungen, § 397a StPO-Prüfung, Prozessbegleitungs-Hinweis, Auskunftsrechte, OEG-Skizze. Die KI-Antwort ist strukturiert, nicht final: die strategische Bewertung (Nebenklage oder nicht, OEG-Antragstellung, Koordination mit Adhäsionsantrag) bleibt anwaltliche Eigenleistung.
anymize + Sie
Bidirektionale Anonymisierung · anwaltliche Würdigung
Beratung finalisieren und Mandate koordinieren. Sie ergänzen die anwaltliche Würdigung (insbesondere zur Nebenklage-Strategie, zur OEG-Antragstellung und ggf. zur Koordination mit einem Adhäsionsantrag nach §§ 403 ff. StPO), informieren die Mandantschaft vollständig und klären Kostenfolgen (§ 397a StPO Pflichtbeistand, Kostenerstattung nach § 472a StPO). Vor jeder Norm-Verwendung Citation-Verifikation gegen primäre Quellen.
Sie
Anwaltliche Eigenleistung
Womit Sie arbeiten
So setzen Sie anymize konkret ein
Was anymize tut
- Erkennt 40+ Kategorien personenbezogener Daten — Opfer-, Beschuldigten- und Zeugen-Namen, Wohnadressen, Geburtsdaten, Gesundheits-Informationen (Art. 9 DSGVO), IBANs, Aktenzeichen, Tatorte — mit über 95 % Erkennungsrate.
- Dreistufige Prüfung: Algorithmische Analyse, dann zwei spezialisierte KI-Prüfungen — bei Opferrechte-Mandaten mit besonderer Aufmerksamkeit auf Tatbeschreibungen und medizinische Informationen als identifizierende Marker.
- Bidirektionale Anonymisierung: Platzhalter werden eingesetzt, das Frontier-Modell antwortet mit Kontext, anymize re-identifiziert beim Empfang.
- Daten in deutschen Rechenzentren (Hetzner). Originaldokumente werden nicht gespeichert — nur die Zuordnung Platzhalter ↔ Klarname, mit Aufbewahrungsfrist nach Ihrer Wahl.
Was Sie als Anwält:in im Opferrechte-Mandat tun
- Mandats-Skizze, Anzeige oder Strafakten-Auszug und ggf. Gesundheits-Informationen bereitstellen — bei Sexualdelikten oder Schwerstdelikten Gesundheits-Informationen als gesonderter Eingabe-Block.
- Anonymisierungs-Vorschau besonders sorgfältig sichten — bei Opferrechte-Mandaten lohnt ein gezielter Blick auf Tatbeschreibungen, Verletzungsbilder und Gesundheits-Informationen.
- KI-Output anwaltlich würdigen — die strategische Entscheidung (Nebenklage oder stiller Beobachter, OEG-Antragstellung, Koordination mit Adhäsionsantrag) leistet die KI bewusst nicht.
- Kostenfolgen klären: § 397a StPO-Pflichtbeistand auf Staatskosten bei Katalog-Delikten; Kostenerstattung nach § 472a StPO bei Verurteilung; OEG-Antrag gesondert beim Versorgungsamt.
Daten-Input
Mandats-Skizze (Verletzte/r, Tatvorwurf, Aktenzeichen, Verfahrens-Stand), Anzeige oder Strafakten-Auszug (Anklageschrift, Polizeibericht), ggf. Arztberichte und Gesundheits-Informationen, Kanzlei-Playbook. Klassifikation: A (Opfer-Daten — Art. 10 DSGVO Strafdaten, Art. 9 DSGVO Gesundheitsdaten).
Output-Kontrolle
Pseudonymisierter Text geht an die KI. Re-identifizierte Opferrechte-Beratungs-Skizze kommt zurück: Nebenklage-Voraussetzungen, § 397a StPO-Prüfung, § 406g StPO-Hinweis, Auskunftsrechte, OEG-Skizze. anymize selbst trifft keine inhaltlichen Aussagen — die Strukturierung leistet das Frontier-Modell, die strategische Bewertung machen Sie.
Freigabeprozess
Sie behalten jederzeit die Hoheit: Sichtung der Anonymisierungs-Vorschau, anwaltliche Strategie-Bewertung, Entscheidung über Nebenklage-Anschluss, OEG-Antragstellung, Kostenklärung — alles im üblichen Kanzlei-Workflow. anymize ist der Anonymisierungs-Layer, keine Opferberatungs-Software.
Die KI-Anweisung
Prompt zum Kopieren
So nutzen Sie diesen Prompt:
1. Mandats-Skizze, Anzeige oder Strafakten-Auszug und ggf. Gesundheits-Informationen in anymize einfügen — die Anonymisierung läuft automatisch (Opfer-, Beschuldigten- und Zeugen-Namen, Wohnadressen, Gesundheits-Informationen, Aktenzeichen werden zu Platzhaltern).
2. Diesen Prompt kopieren und an die Mandats-Skizze anhängen, das Kanzlei-Playbook als zweiten Block daruntersetzen.
3. In anymize unter „Tools → Reasoning“ auf „Max“ stellen, dann KI-Aufruf starten — der Output kommt re-identifiziert zurück.
# Rolle
Du bist Beratungs-Strukturierungs-Assistenz für eine Kanzlei, die
Verletzte im Strafverfahren berät (Opferrechte-Mandat).
Rechtsstand: <heutiges Datum — bitte aktuell ermitteln und hier einsetzen>.
# Aufgabe
Erstelle eine vollständige Opferrechte-Beratungs-Skizze auf Basis der
vorgelegten Mandats-Skizze und Strafakten-Auszüge. Die Skizze umfasst
alle relevanten Opferrechts-Instrumente: Nebenklage (§§ 395 ff. StPO),
Pflichtbeistand (§ 397a StPO), psychosoziale Prozessbegleitung
(§ 406g StPO), Auskunftsrechte (§§ 406d ff. StPO) und
Opferentschädigungsgesetz (OEG).
Du entscheidest nicht, ob Nebenklage-Anschluss empfehlenswert ist.
Du bewertest nicht die Glaubwürdigkeit des Opfers. Du berechnest keinen
OEG-Entschädigungs-Betrag. Die anwaltliche Würdigung — Nebenklage-
Strategie, OEG-Antragstellung, Koordination mit Adhäsionsantrag — bleibt
anwaltliche Eigenleistung.
# Inhalt
1. Nebenklage-Anschluss §§ 395–402 StPO (Checkliste)
- Katalog-Delikte § 395 Abs. 1 StPO (Subsumtion aus Tatvorwurf):
- § 395 Abs. 1 Nr. 1 StPO: Sexualdelikte (§§ 174–182 StGB)
- § 395 Abs. 1 Nr. 1a StPO: Nachstellung § 238 StGB
- § 395 Abs. 1 Nr. 1b StPO: Zwangsheirat § 237 StGB
- § 395 Abs. 1 Nr. 2 StPO: Körperverletzungs-Delikte mit Todesfolge
- § 395 Abs. 1 Nr. 3 StPO: fahrlässige Tötung / Körperverletzung
- § 395 Abs. 1 Nr. 4 StPO: Nötigung, schwere Nötigung, Bedrohung
- § 395 Abs. 1 Nr. 5 StPO: schwerer Raub und räuberische Erpressung
- § 395 Abs. 1 Nr. 6 StPO: Tötungsdelikte §§ 211, 212 StGB
(Hinterbliebene)
- § 395 Abs. 3 StPO: Ermessens-Anschluss bei sonstigen Delikten
(Gericht entscheidet)
- Anschluss-Erklärung (§ 396 StPO): bis Schluss der HV möglich
- [PRUEFUNG-NEBENKLAGEFAEHIGKEIT] anwaltlich gegen Tatvorwurf
verifizieren.
2. Nebenklage-Rechte nach §§ 397–402 StPO
- § 397 Abs. 1 StPO: Anwesenheitsrecht in der HV
- § 397 Abs. 1 StPO: Fragerecht (Fragen an Beschuldigte/r, Zeugen)
- § 397 Abs. 1 StPO: Erklärungsrecht (Recht zur Stellungnahme
nach jedem Zeugen)
- § 397 Abs. 2 StPO: Beweisantragsrecht (§ 244 StPO)
- § 400 StPO: Rechtsmittel-Recht (Nebenklage kann auf Strafschärfung
klagen, nicht auf Freispruch)
- § 401 StPO: Revision-Befugnis der Nebenklage
- [PRUEFUNG-NEBENKLAGERECHTE] anwaltlich im Kontext des konkreten
Verfahrens-Stands bewerten.
3. Pflichtbeistand § 397a StPO (Katalog-Delikte / Mittellosenrecht)
- § 397a Abs. 1 StPO: Pflichtbeistand von Amts wegen oder auf Antrag
bei bestimmten schweren Delikten (Sexualdelikte §§ 174 ff. StGB,
Schwerstkörperverletzung, Tötungsdelikte — aus § 395 Abs. 1
Nr. 1, 1a, 6 StPO; Tod-Fälle):
- Katalog-Prüfung aus Tatvorwurf: deskriptiv aufführen.
- § 397a Abs. 2 StPO: Beistand auf Antrag bei eingeschränkten
finanziellen Mitteln (Prozesskostenhilfe-ähnlich).
- Antragstellung: an das Gericht; Kosten trägt die Staatskasse
(§ 472a StPO bei Verurteilung Erstattung an Staatskasse).
- [PRUEFUNG-397A] anwaltlich gegen aktuellen Tatvorwurf und
Verfahrens-Stand verifizieren.
4. Psychosoziale Prozessbegleitung § 406g StPO
- § 406g Abs. 1 StPO: Recht auf psychosoziale Prozessbegleitung
bei bestimmten Delikten und besonderer Schutzbedürftigkeit
(insbesondere Sexualdelikte, häusliche Gewalt, Minderjährige).
- Begleiter:innen-Rolle: Anwesenheitsrecht in der HV, emotionale
Unterstützung (kein Rechtsbeistand-Ersatz).
- Kostenübernahme: bei Pflichtbeistand nach § 397a StPO werden
psychosoziale Prozessbegleiter:innen-Kosten ggf. übernommen.
- [PRUEFUNG-406G] anwaltlich gegen konkrete Schutzbedürftigkeits-
Situation der/des Verletzten bewerten.
5. Auskunfts- und Informationsrechte §§ 406d–406h StPO
- § 406d StPO: Benachrichtigungs-Anspruch über wesentliche
Verfahrens-Entscheidungen (Anklage-Erhebung, Einstellung,
Eröffnungs-Beschluss, Urteil, Haftentlassung).
- § 406e StPO: Recht auf Akteneinsicht durch den Beistand.
- § 406f StPO: Recht auf Unterrichtung über die Rechte als
Verletzte/r.
- § 406h StPO: Recht auf Inanspruchnahme von Opferschutz-
Einrichtungen (Verweis durch Behörden).
- [PRUEFUNG-AUSKUNFTSRECHTE] anwaltlich im Kontext des konkreten
Verfahrens-Stands nutzen.
6. Opferentschädigungsgesetz (OEG)
- Anspruchs-Voraussetzungen: vorsätzlicher, rechtswidriger
tätlicher Angriff auf den Körper (§ 1 Abs. 1 OEG); Opfer hat
infolgedessen eine gesundheitliche Schädigung erlitten.
- Leistungen: Versorgung wie Kriegsopfer-Versorgung (Heil-
behandlung, Rente, Einmalleistungen) über § 1 OEG i.V.m. BVG.
- Antragstellung: beim zuständigen Versorgungsamt (Bundesland des
Tatorts oder des Wohnorts).
- Verhältnis zu Schadensersatz-Ansprüchen: OEG schließt zivilrecht-
liche Ansprüche gegen den Täter nicht aus; Subsidiaritäts-Prüfung
beachten (§ 5 OEG Übergang von Ansprüchen).
- [OEG-PRUEFUNG-ANWALT]: OEG-Anspruch anwaltlich auf Voraussetzungen
prüfen und Antragstellung beim Versorgungsamt koordinieren.
7. Koordination Nebenklage, Adhäsionsantrag, OEG
Deskriptiver Überblick: Nebenklage (prozessuale Beteiligung),
Adhäsionsantrag §§ 403 ff. StPO (Schadensersatz-Titel im Urteil)
und OEG-Antrag (staatliche Entschädigung) schließen einander nicht
aus. Koordinations-Empfehlung:
- Zuerst: Nebenklage-Anschluss und Pflichtbeistand-Antrag (§ 397a).
- Parallel: OEG-Antrag beim Versorgungsamt (unabhängig vom Straf-
verfahren möglich).
- Im Verfahren: Adhäsionsantrag §§ 403 ff. StPO vor Schluss der HV.
[KOORDINATION-ANWALT]: strategische Sequenz anwaltlich bewerten.
# Format
Markdown. Checkliste für Nebenklage-Voraussetzungen.
Nummerierende Abschnitte für die weiteren Opferrechts-Instrumente.
# Verbote
KEINE Empfehlung, ob Nebenklage-Anschluss empfehlenswert ist.
KEINE Glaubwürdigkeits-Bewertung des Opfers.
KEINE eigenständige OEG-Betrags-Berechnung.
KEINE Erfindung von BGH-Aktenzeichen.
KEINE Aussagen über die Schuld des Beschuldigten.
KEINE Strategie-Empfehlung zur Sequenz Nebenklage / Adhäsion / OEG.So sieht der Sachverhalt aus
Pseudonymisierter Eingabetext
MANDAT [[Aktenzeichen-c4d1]]
Verletzte/r: [[Vorname-a3f9]] [[Nachname-a3f9]], geb. [[Datum-9a4b]],
wohnhaft [[Adresse-a3f9]].
Beschuldigte/r: [[Vorname-f1c6]] [[Nachname-f1c6]],
geb. [[Datum-f1c6]].
Tatvorwurf: Schwere Körperverletzung § 226 StGB (Tätlicher Angriff am
[[Datum-2e1f]], Tatort [[Adresse-7b3e]]).
Gesundheitliche Folgen: stationäre Behandlung [[Datum-2e1f]]–[[Datum-8c3e]],
Klinik [[Ort-d5f3]]; Dauerschmerzen laut Arztbericht [[Datum-3a1f]].
--- Strafakten-Auszug ---
Anklageschrift StA [[Ort-d5f3]] vom [[Datum-9c1a]],
Aktenzeichen [[Aktenzeichen-c4d1]].
Tatbeschreibung (Auszug): [[Vorname-f1c6]] [[Nachname-f1c6]] soll
[[Vorname-a3f9]] [[Nachname-a3f9]] am [[Datum-2e1f]] an [[Adresse-7b3e]]
[[Tatbeschreibung-anon]] zugefügt haben.
Verfahrens-Stand: Anklage erhoben, Hauptverhandlung LG [[Ort-d5f3]] —
Termin noch nicht bestimmt.
--- Mandanten-Notizen ---
Verletzte/r möchte wissen: Kann ich am Strafverfahren teilnehmen?
Was kostet mich das? Kann ich Schadensersatz bekommen?
Gibt es staatliche Hilfen?
Verletzte/r ist zur Zeit nicht erwerbstätig, Vermögen gering.
Kanzlei-Playbook (Auszug):
- § 226 StGB: schwere Körperverletzung — Nebenklage-fähig nach
§ 395 Abs. 1 Nr. 2 StPO? Prüfen.
- § 397a StPO: Pflichtbeistand bei bestimmten Delikten prüfen —
§ 226 StGB ggf. über § 397a Abs. 2 StPO (Mittellosen).
- OEG: vorsätzlicher tätlicher Angriff — Voraussetzungen prüfen.
- Adhäsionsantrag koordinieren.So liefert anymize zurück
Der Antrags-Entwurf
# Opferrechte-Beratungs-Skizze
## I. Nebenklage-Anschluss §§ 395–402 StPO
### Checkliste Anschluss-Fähigkeit
- [ ] **§ 395 Abs. 1 Nr. 2 StPO — Körperverletzungs-Delikte mit Todesfolge**:
Tatvorwurf ist schwere Körperverletzung § 226 StGB — dieser fällt
nicht unter Nr. 2 (Todesfolge-Delikte). Anschluss über
§ 395 Abs. 1 Nr. 2 StPO nicht einschlägig.
- [ ] **§ 395 Abs. 3 StPO — Ermessens-Anschluss**:
§ 226 StGB ist nicht in § 395 Abs. 1 StPO gelistet; Anschluss
gemäß § 395 Abs. 3 StPO möglich, wenn ein besonderes Interesse
der/des Verletzten an der Strafverfolgung besteht.
[PRUEFUNG-NEBENKLAGEFAEHIGKEIT]: Antrag auf Nebenklage-Anschluss
über § 395 Abs. 3 StPO anwaltlich bewerten — schwere dauernde
Gesundheitsschäden könnten das besondere Interesse begründen.
- [ ] **Anschluss-Erklärung § 396 StPO**: bis Schluss der letzten mündlichen
Verhandlung möglich; schriftlich oder zu Protokoll der Geschäftsstelle.
### Nebenklage-Rechte (sofern Anschluss erfolgt, §§ 397–402 StPO)
- § 397 Abs. 1 StPO: Anwesenheitsrecht in der HV
- § 397 Abs. 1 StPO: Fragerecht gegenüber Beschuldigten und Zeugen
- § 397 Abs. 1 StPO: Erklärungsrecht nach jedem Zeugen
- § 397 Abs. 2 StPO: Beweisantragsrecht (§ 244 StPO)
- § 400 StPO: Rechtsmittel auf Strafschärfung (nicht auf Freispruch)
- § 401 StPO: Revisionsbefugnis
[PRUEFUNG-NEBENKLAGERECHTE]: Nebenklage-Rechte anwaltlich im Kontext
des aktuellen Verfahrens-Stands koordinieren.
---
## II. Pflichtbeistand § 397a StPO
- **§ 397a Abs. 1 StPO — Katalog-Delikte**: § 226 StGB ist nicht
in § 395 Abs. 1 Nr. 1, 1a, 6 StPO (Katalog-Pflichtbeistand) gelistet;
Pflichtbeistand von Amts wegen nicht einschlägig.
- **§ 397a Abs. 2 StPO — Mittellosen-Beistand**: Verletzte/r ist nach
Mandaten-Notizen nicht erwerbstätig und verfügt über geringes Vermögen.
Antrag auf Pflichtbeistand nach § 397a Abs. 2 StPO
(Prozesskostenhilfe-ähnlich) beim Gericht möglich.
[PRUEFUNG-397A]: Antrag-Voraussetzungen anwaltlich prüfen; Formular-
pflichten (Vermögenserklärung) klären.
---
## III. Psychosoziale Prozessbegleitung § 406g StPO
- Recht auf psychosoziale Prozessbegleitung besteht bei besonderer
Schutzbedürftigkeit, insbesondere bei Sexualdelikten, häuslicher Gewalt
und Minderjährigen (§ 406g Abs. 1 StPO).
- Bei schwerer Körperverletzung (§ 226 StGB) mit dauerhaften
Gesundheitsfolgen: besondere Schutzbedürftigkeit anwaltlich einschätzen.
[PRUEFUNG-406G]: Schutzbedürftigkeits-Feststellung obliegt dem Gericht;
anwaltlich auf Antragstellung hinweisen, wenn Schutzbedürftigkeit
plausibel begründbar.
---
## IV. Auskunfts- und Informationsrechte §§ 406d–406h StPO
- § 406d StPO: Benachrichtigung über Anklage-Erhebung, Einstellung,
Eröffnungs-Beschluss, Urteil, Haftentlassung — aktiv geltend machen.
- § 406e StPO: Akteneinsicht durch den Beistand.
- § 406f StPO: Unterrichtung über Rechte als Verletzte/r (Behörden-Pflicht).
- § 406h StPO: Verweis auf Opferschutz-Einrichtungen
(Weißer Ring, lokale Opferschutz-Vereine).
[PRUEFUNG-AUSKUNFTSRECHTE]: Akteneinsicht nach § 406e StPO frühzeitig
beantragen, um Beweislage und Verfahrens-Stand zu beurteilen.
---
## V. Opferentschädigungsgesetz (OEG)
- **Tatbestands-Prüfung § 1 Abs. 1 OEG**:
Vorsätzlicher, rechtswidriger tätlicher Angriff auf den Körper —
Tatvorwurf § 226 StGB erfüllt diesen Tatbestand formal.
[OEG-PRUEFUNG-ANWALT]: OEG-Antrag anwaltlich auf Voraussetzungen
prüfen; schwere dauerhafte Gesundheitsschäden (Dauerschmerzen,
stationäre Behandlung) können den Leistungsumfang erhöhen.
- **Leistungen**: Heilbehandlung, Rente (bei dauerhafter
Erwerbsminderung), Einmal-Hilfen — gemäß § 1 OEG i.V.m. BVG.
- **Antragstellung**: zuständiges Versorgungsamt im Bundesland des
Tatorts oder Wohnorts; unabhängig vom Ausgang des Strafverfahrens.
- **Subsidiarität § 5 OEG**: Forderungsübergang auf Staat —
OEG schließt zivilrechtliche Ansprüche gegen den Täter nicht aus.
---
## VI. Koordination Nebenklage, Adhäsionsantrag, OEG
| Instrument | Zweck | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Nebenklage-Anschluss (§ 395 ff. StPO) | Prozessuale Beteiligung | Sofort (§ 396 StPO) |
| § 397a Abs. 2 StPO Pflichtbeistand | Kosten auf Staatskosten | Mit Nebenklage-Antrag |
| Adhäsionsantrag (§§ 403 ff. StPO) | Schadensersatz-Titel im Urteil | Spätestens HV-Schluss |
| OEG-Antrag | Staatliche Entschädigung | Unabhängig, parallel |
[KOORDINATION-ANWALT]: Strategische Sequenz — insbesondere Timing
Nebenklage-Anschluss und OEG-Antrag — anwaltlich bewerten.
---
[ANWALT-FINAL]: Beratungs-Skizze anwaltlich auf vollständige Erfassung aller
Instrumente, korrekte Antragsformulare und Kosten-Transparenz gegenüber der
Mandantschaft prüfen.Was das Berufsrecht verlangt
Pflichten — und wie anymize sie abdeckt
§ 43a BRAO Verschwiegenheit
anymize ersetzt 40+ Kategorien personenbezogener Daten durch Platzhalter, bevor irgendein KI-Anbieter die Mandats-Skizze sieht. Opfer-, Beschuldigten- und Zeugen-Namen, Wohnadressen, Gesundheits-Informationen, Aktenzeichen — alles automatisch erkannt mit über 95 % Erkennungsrate.
Art. 9 DSGVO Gesundheitsdaten
Arztberichte, Verletzungsbilder und Gesundheits-Informationen der Verletzten sind besondere Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO. anymize erkennt Gesundheits-Informationen als identifizierende Marker und ersetzt sie durch Platzhalter — die anwaltliche Anonymisierungs-Vorschau-Sichtung bleibt besonders wichtig.
§ 43e BRAO Auftragsverarbeitung
Sie schließen einen AVV mit anymize ab. Datenverarbeitung ausschließlich in deutschen Rechenzentren (Hetzner). Originaldokumente speichern wir nicht — nur die Zuordnung Platzhalter ↔ Originaldaten.
§ 203 StGB Geheimnisschutz
Opferdaten und Gesundheits-Informationen sind durch § 203 StGB und Art. 9 DSGVO besonders geschützt. Indem diese Daten die Kanzlei nicht verlassen, vermeiden Sie das Offenbarungsproblem strukturell.
§ 395 Abs. 3 StPO Ermessens-Nebenklage
Bei Delikten, die nicht in § 395 Abs. 1 StPO gelistet sind, entscheidet das Gericht über den Nebenklage-Anschluss nach § 395 Abs. 3 StPO. Die strategische Entscheidung, ob ein besonderes Interesse an der Strafverfolgung begründbar ist, bleibt anwaltliche Eigenleistung.
§ 397a Abs. 2 StPO Mittellosen-Beistand
Der Pflichtbeistand nach § 397a Abs. 2 StPO setzt eingeschränkte finanzielle Mittel voraus; das Gericht prüft nach Prozesskostenhilfe-Grundsätzen (§ 114 ZPO analog). Die Antragsformulare und Vermögenserklärung bleiben anwaltliche Sorgfaltspflicht.
§ 5 OEG Forderungsübergang
Nach § 5 OEG gehen zivilrechtliche Schadensersatz-Ansprüche gegen den Täter auf den Staat (Versorgungsamt) über, soweit OEG-Leistungen erbracht wurden. Die Subsidiaritäts-Koordination zwischen OEG und Adhäsionsantrag bleibt anwaltliche Eigenleistung.
Citation-Verifikation
Norm-Bezüge, die die KI in der Beratungs-Skizze nennt, sind vor der Mandats-Beratung gegen gesetze-im-internet.de, BGH-Website, juris oder beck-online zu verifizieren. anymize garantiert die Vertraulichkeit, nicht die juristische Richtigkeit.
Datenschutz und Vertraulichkeit
So funktioniert das mit anymize
Die juristisch entscheidende Frage bei der Opferrechte-Beratung: Sieht der KI-Anbieter die Verletzte/den Verletzten, die Gesundheits-Informationen, Wohnadressen und Aktenzeichen? Antwort mit anymize: nein. Alle personenbezogenen Daten — Vornamen, Nachnamen, Adressen, Geburtsdaten, Gesundheits-Informationen (Art. 9 DSGVO), Aktenzeichen, Tatorte — werden vor dem KI-Aufruf durch Platzhalter ersetzt; nach der KI-Antwort identifiziert anymize zurück. Verarbeitung in deutschen Rechenzentren (Hetzner), AVV nach Art. 28 DSGVO und § 43e BRAO ist Teil des Standardvertrags. Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Mandatsvertrag) i.V.m. Art. 10 DSGVO (Strafdaten) und Art. 9 DSGVO (Gesundheitsdaten).
Was anymize konkret leistet
- Erkennt Opfer-, Beschuldigten- und Zeugen-Klarnamen, Aktenzeichen, Wohnadressen, Gesundheits-Informationen (Art. 9 DSGVO) und Tatorte mit über 95 % Genauigkeit.
- Ersetzt sie durch semantische Platzhalter, bevor die Mandats-Skizze an GPT, Claude oder Gemini geht.
- Re-identifiziert die KI-Antwort automatisch — Sie sehen die Opferrechte-Beratungs-Skizze mit den richtigen Klarnamen zurück.
- Verarbeitung in deutschen Rechenzentren (Hetzner). AVV nach Art. 28 DSGVO mit § 43e BRAO-Erklärung im Standardvertrag.
- Originaldokumente werden nicht gespeichert — nur die Zuordnung Platzhalter ↔ Klarname, mit Aufbewahrungsfrist nach Ihrer Wahl von 24 Stunden bis unbegrenzt.
Sicherheitscheck vor der Einreichung
Was anymize liefert — was Sie souverän entscheiden
Vor dem KI-Aufruf
- Mandats-Skizze (Verletzte/r, Tatvorwurf, Aktenzeichen, Verfahrens-Stand) vollständig?
- Strafakten-Auszug (Anklageschrift, Polizeibericht) als gesonderter Eingabe-Block vorhanden?
- Gesundheits-Informationen (Arztberichte, Verletzungsbilder) als gesonderter Block — Art. 9 DSGVO beachten?
- Anonymisierungs-Vorschau besonders sorgfältig gesichtet — Tatbeschreibungen, Gesundheits-Informationen, Opfer-Namen, Aktenzeichen?
- Mandanten-Notizen zu finanziellen Verhältnissen für § 397a Abs. 2 StPO-Prüfung vorhanden?
Nach der KI-Antwort
- Re-Identifikation korrekt — alle Platzhalter zurückgesetzt?
- Nebenklage-Fähigkeit nach § 395 StPO anwaltlich gegen Tatvorwurf geprüft?
- § 397a StPO-Prüfung (Katalog-Pflichtbeistand oder Mittellosen-Beistand) vollständig?
- OEG-Anspruch-Voraussetzungen (§ 1 OEG — vorsätzlicher tätlicher Angriff) anwaltlich bewertet?
- Norm-Bezüge mit Citation-Verifikation gegen gesetze-im-internet.de und juris/beck-online geprüft?
Vor der Mandanten-Beratung
- Beratungs-Skizze vollständig und für Mandantschaft verständlich aufbereitet?
- Kosten-Transparenz: § 397a Abs. 2 StPO-Antrag, OEG-Antrag kostenlos vs. anwaltliche Kosten erläutert?
- Koordinations-Sequenz (Nebenklage → OEG-Antrag → ggf. Adhäsionsantrag) anwaltlich festgelegt?
- Verweise auf Opferschutz-Einrichtungen (§ 406h StPO) nach regionaler Verfügbarkeit vorbereitet?
Typische Fehlermuster — und wie anymize gegensteuert
- →KI listet § 395 Abs. 1 StPO-Katalog-Delikte auf, ohne den konkreten Tatvorwurf zu subsumieren — bei Auftreten anwaltlich gegen Tatvorwurf abgleichen.
- →KI empfiehlt eigenständig Nebenklage-Anschluss oder OEG-Antrag ohne ausreichende Grundlage — der Prompt verbietet Strategie-Empfehlungen; bei Auftreten Block streichen.
- →KI übersieht § 406g StPO-Prozessbegleitung bei Delikten außerhalb des Standard-Katalogs — bei besonderer Schutzbedürftigkeit anwaltlich nachprüfen.
- →KI berechnet eigenständig OEG-Leistungsbeträge — der Prompt verbietet das; bei Auftreten Block streichen und anwaltlich beim Versorgungsamt anfragen.
- →KI verwechselt § 395 Abs. 1 und § 395 Abs. 3 StPO bei Nicht-Katalog-Delikten — anwaltlich gegen konkreten Tatvorwurf prüfen.
Rechtsgrundlagen
Normen, Urteile, Belege
Primärnormen StPO — Nebenklage und Opferrechte
- Nebenklage — Anschluss, Rechte, Rechtsmittel
- Katalog-Delikte für Nebenklage-Anschluss
- Ermessens-Anschluss bei sonstigen Delikten
- Anschluss-Erklärung
- Pflichtbeistand — Katalog und Mittellosen-Beistand
- Pflichtbeistand bei eingeschränkten finanziellen Mitteln
- Psychosoziale Prozessbegleitung
- Auskunfts- und Informationsrechte der Verletzten
- Kostenerstattung bei Nebenklage
Opferentschädigungsgesetz (OEG)
- Anspruch auf Versorgung — vorsätzlicher tätlicher Angriff
- Übergang von Ansprüchen auf den Staat (Subsidiarität)
Berufsrechtliche Grundlagen
- Anwaltliche Verschwiegenheit
- Auftragsverarbeitung und IT-Auslagerung
- Verletzung von Privatgeheimnissen
Verfassungs-, Konventions- und Datenschutzrecht
- Unschuldsvermutung
- Besondere Kategorien personenbezogener Daten (Gesundheitsdaten)
- Strafdaten — besondere Kategorie
- Rechtsgrundlage Mandatsvertrag
Sekundärquellen
- Mandantentransparenz und KI-Einsatz
- KI in der anwaltlichen Praxis
- Standard-Kommentar zur Strafprozessordnung
- Funktionale Anonymität gegenüber Cloud-Diensten
Stand: · Nächste Überprüfung:
Hinweis zur Nutzung
Zur Orientierung — nicht als Mandatsersatz
Diese Anleitung beschreibt einen Arbeitsablauf, den Sie mit anymize umsetzen können. Sie ist zur Orientierung gedacht und ersetzt weder die anwaltliche Würdigung im Einzelfall noch eine fachanwaltliche Prüfung. Welche Rechtsprechung einschlägig ist, wie der Sachverhalt rechtlich zu bewerten ist, welche Anträge in Ihrem konkreten Mandat richtig sind — das bleibt selbstverständlich bei Ihnen.
KI-Outputs müssen vor jeder Verwendung anwaltlich geprüft werden. Insbesondere Urteils-Aktenzeichen, Norm-Verweise und Fristen sind gegen Primärquellen zu verifizieren. anymize gewährleistet die Vertraulichkeit der Mandantendaten gegenüber dem KI-Anbieter; die fachliche Richtigkeit des Outputs liegt in Ihrer Verantwortung.
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Wir sind überzeugt von anymize. Und wir wissen: Bei einem KI-Werkzeug, das Mandanten-, Patienten- oder Mitarbeiter-Daten berührt, reicht ein Demo-Video nicht. Deshalb 14 Tage voller Zugang – alle Modelle, alle Features, keine Kreditkarte. Genug Zeit, um sicher zu sein, bevor du uns vertraust.
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